Adios Twitter

Nach 13 Jahren ist mein Twitter-Account endgültig Geschichte. Nie wieder @Hokeys.

Adios, Twitter.

Als hätte es Nokia nie gegeben.

Man mag es kaum glauben: Mehr Uhren von Apple als von der Schweizer Uhrenindustrie.

Unglaublich ist dabei weniger die Tatsache an sich, als dass immer wieder ganze Branchen die Digitalisierung vollkommen verschlafen. In meiner Phantasie ist „die Wirtschaft“ dem System Schule ja immer eine bis zwanzig Nasenlängen voraus, aber offensichtlich gibt es auch da genug Schnarchnasen, die die Veränderung unseres Lebens durch digitale Medien trotz aller Menetekel allzu lange nicht wahrhaben wollen. Und wenn der Zug dann ohne sie weitergefahren ist, dann ist er leider (oder: berechtigterweise) für immer weg. Als hätte es Nokia nie gegeben.

Für die Schweizer Uhrenmarken schließe sich das Zeitfenster für Smartwatches, folgern die Analysten. „Für Swatch, Tissot, TAG Heuer und andere könnte die Zeit knapp werden“.

Swatch ist allen Älteren ein Begriff: Wer in den 90ern keine trug, der war schwer out. In meiner fünften Klasse sitzen durchaus schon einige Kinder mit echten Apple Watches oder ähnlichen Produkten. Mit der verpassten Digitalisierung verlieren Swatch, Tissot & Co. nun eine ganze Generation, die nicht mehr nur auf ein bloß buntes Ziffernblatt starren will. Wie viele junge Manager haben wohl in den Firmen für neue Produkte in einer neuen Zeit geworben und sich im Kampf gegen eine etablierte Führung aufgerieben?

Cornelsen & Co. sind mir als Schüler schon immer ein Begriff gewesen; noch sicherer als die Swatch am Arm war irgendwo ein Cornelsenklett in der Schultasche. Und trotz aller Langsamkeit holen wir Schulen die verlorenen Nasenlängen wieder auf – und die noch etablierten Verlage müssen sich ernsthaft überlegen, wie sie Produkte an Schulen platzieren wollen, die über kurz oder lang in großen Teilen oder wenigstens im Wesentlichen digital arbeiten wollen.

Es ist ja nicht so, als hätte es Nokia nie gegeben.

Erlösend.

Wenn du seit Freitag keine E-Mails abgerufen hast (weil du das am Wochenende nicht tust und danach dafür schlicht keine Zeit war) und du wider Erwarten die meisten einfach direkt archivieren oder löschen kannst, dann hat das doch etwas Erlösendes.

Anscheinend denkt man nun im weiteren Umfeld über den Einsatz von iServ nach. Da bin ich doch mal gespannt. Von iServ habe ich bislang nur Gutes gehört. Es tut sich langsam ja doch etwas. Vielleicht erwartet uns da auch eine kleine Erlösung…

Netzwerktreffen.

Heute ein schönes Netzwerktreffen zum Thema Ganztag und Digitalisierung am Gymnasium in Steinhagen gehabt. Tolle Impulse vom lokalen Admin bekommen und im Anschluss das Projekt Aula von Marina Weisband präsentiert bekommen. Am Nachmittag Austausch zur neuen Stundentafel G9. Alles war sehr inspirierend und ich muss die vielen neuen Eindrücke erst einmal verarbeiten. Die nächste Schule mit tollem Digi-Konzept kennengelernt, demnächst muss ich dringend mal Harsewinkel besuchen.

Bandbreite.

Grundwissen: In unserer Schule gibt es zwei Netzwerke. Ein pädagogisches Netz (langsam und unterdimensioniert) und ein Verwaltungsnetz der Stadt (rasend schnell, es werden lediglich Mails hin- und hergeschubst). 

Was zuvor geschah: Ein durchaus erfreuliches Gespräch zur Medienentwicklungsplanung endet mit der Feststellung, dass die Internet-Bandbreite leider nicht erhöht werden könne, die Telekom, die Stadtwerke… der gute alte16 MBit-Anschluss („Schulen ans Netz“) müsse für 1000 Schüler und 100 Lehrer erstmal genügen… und nein, das schnelle Verwaltungsnetz könne leider nicht für den schnöden pädagogischen Gebrauch genutzt werden.

Dann stehe ich im Büro des Chefs, der mir nur ein paar Fotos vom Schulgarten übermitteln möchte. Da das wegen der hohen Sicherheitsstandards per USB nicht funktioniert, schickt er mir die Bilder über das Verwaltungsnetz per Mail. „Die könnten aber etwas groß sein…“ – ich winke ab. Geduld habe ich massig. Der Chef klickt auf „Senden“ und im gleichen Augenblick erklingt das „Gesendet“-Signal. Chefs Leitung hat mal eben ca. 35MB im Bruchteil einer Sekunde hochgeladen (in Worten: hochgeladen!).

Ich gehe ins Lehrerzimmer und weine still. Da liegt offensichtlich eine 1GBit-Leitung und wir nutzen sie nicht. Wegen der Telekom… is‘ klar.

Papier-TAN.

Die Bundesländer lassen keine Chance ungenutzt, die Digitalisierung in Schulen zu versauen, Skepsis zu fördern und sich dabei vollends zu blamieren. Nachdem bei Logineo in NRW die „Notbremse“ gezogen werden musste, versagt nun auch Baden-Württemberg mit seinem Schul-Portal „Ella“. Interessant der Blick in die Heise-Kommentare: Dort berichtet ein Betroffener, dass man bei Ella Mails oder Moodle nur mit Papier-TAN(!) nutzen könne, weil eine Zwei-Faktor-Authentifizierung vorgeschrieben sei.

Hört doch mit dem unterfinanzierten Herumgebastel auf, setzt auf etablierte Anbieter und sorgt dafür, dass diese datenschutzrechtlich so eingebunden werden, dass da nichts schiefgehen kann. Ihre Technik haben die nämlich meist sehr gut im Griff, der Support ist erstklassig und man steht als Kultusminister nicht alle drei Monate wie ein Depp da.

Mit Assassin’s Creed auf Entdeckungstour

Ich bin ja durchaus ein Skeptiker, was das Spielen im Unterricht zwecks Vermehrung des Weltwissens angeht. Gamification á la „World Of Classcraft“ überzeugt mich nicht, weil ich finde, Schüler sollten aus ihrem Verständnis für ihre Mitmenschen und ihre Umwelt heraus gut und richtig handeln, und nicht, weil ein schales Belohnungssystem sie dazu motiviert. Auch bei Lernspielen herkömmlicher Art frage ich mich meist, ob Aufwand und Ertrag in einem sinnvollen Verhältnis zueinander stehen. Eine löbliche Ausnahme bildet da ein von Daniel Bernsen entwickeltes Steinzeit-Spiel, das Probleme und Fragen spielerisch aufwirft.

Beim YouTube-Spot (Link) zum Entdeckermodus von Assassin’s Creed Origins ist mir allerdings schon ein wenig die Kinnlade heruntergeklappt. Die Bilder beeindrucken. Die Idee, eine Entdeckertour ohne Kämpfe, dafür mit nach Kategorien sortierten Informationen ähnlich wie in einem Museum, anzulegen, finde ich klasse. Darüber hinaus auch die Gestaltung des Spiels zu thematisieren und historische Ungenauigkeiten zu reflektieren, macht das Ganze noch besser. Gespannt wäre ich jetzt auf Urteile von Ägyptologen, die sich in der Materie wirklich auskennen, denn im Zweifelsfall werde ich zu den Feinheiten (und oft auch den „Grobheiten“!) eher wenig korrigierendes Fachwissen beisteuern können, falls das Spiel auf Abwegen unterwegs sein sollte.

Und darin könnte schon die Crux liegen: Eine informierende Computersimulation wirkt auf mich ungleich suggestiver als eine Dokumentation und sie zugleich so viel komplexer, weil sie die freie Erkundung und den Einblick in zahlreiche Details ermöglicht, sodass eine umfassende kritische Reflexion auf den ersten Blick wie eine unlösbare Mammutaufgabe wirkt. Und gerade deshalb werden wir im Geschichtsunterricht nicht umhin können, uns damit auseinanderzusetzen, denn gerade unsere interessierten Schülerinnen werden diesen Angeboten begegnen und sie nutzen!

Ansonsten finde ich die Idee großartig! Viele meiner Schüler spielen Assassin’s Creed (me too) und eine Schülerin entdeckte so ihr Faible für die Französische Revolution. Warum also dieses Interesse nicht aufgreifen und mehr damit anstellen, als das bloße Jagen von Assassinen und Templern? Mal eine Geschichtsstunde lang „Assassin’s Creed“ zocken? Warum eigentlich nicht!

Nachtrag

Eine Besprechung des Spiels findet man auch auf Golem.de.

WhatsApp und Schule

Dieser Beitrag wurde inspiriert durch eine Twitter-Debatte, bei der mir einmal mehr deutlich wurde, dass man auf Twitter nicht debattieren kann. Ich habe ich mich darum aus der Debatte zurückgezogen und beschlossen, meine Gedanken hier zu verbloggen.

Es begann alles mit folgendem Tweet:

Ich antwortete negativ, da ich die konkrete Unterrichtssituation eine Einstieges vor Augen hatte, bei dem etwas per Schere ausgeschnitten werden sollte. Das wäre mit einer WhatsApp-Nachricht schlicht nicht möglich gewesen. Dieser Mangel an Information war jedoch kein Grund, nicht polemisch über mein uncooles Nichts-WhatsApp-Einsetzen herzuziehen. Der Verweis darauf, dass überdies nicht alle Kinder der besagten Klasse ein Handy besitzen, wurde mit Verweisen auf Statistiken abgeschmettert („Alle Kinder haben ein Handy!“). Zu guter Letzt ist an meiner Schule die schulische Nutzung sozialer Netzwerke ausdrücklich (und ich meine damit ausdrücklich) untersagt, aber, so im Twitter-Stream: „Wer nicht will, findet Gründe“.

WhatsApp nicht zu nutzen sei ignorant, der Ausgangstweet Gejammer obendrein, jedes Kind habe ein Handy, schließlich müssten die Kinder den Umgang damit auch lernen, und das Mobbing verlagere sich sowieso anderswo hin.

Irgendwann hatte ich dann die Schnauze voll und habe beschlossen, das Thema lieber zu bebloggen, denn eine ernsthafte Auseinandersetzung war leider nicht möglich. Nun denn, hier kommt meine Perspektive.

Meine persönliche Haltung zu WhatsApp

Ich bin kein Freund von WhatsApp und nutze es nur, wenn mein Kontakt keine adäquate Alternative nutzt. Ich habe dem Facebook-Kosmos den Rücken gekehrt (Facebook- und Instagram-Account gelöscht) und würde lieber heute als morgen WhatsApp den Rücken kehren, weil ich mich nicht freiwillig der Datensammelwut von Facebook hingeben möchte. Es gibt allerdings leider Menschen, zu denen ich nur per WhatsApp Kontakt halten kann. Kinder dazu zu bringen, eine Software zu nutzen, die ich selbst nicht nutzen möchte, halte ich für widersprüchlich.

Ein weiterer Aspekt ist die permanente Erreichbarkeit. Ich versuche, sehr bewusst mit meiner Zeit umzugehen und habe konkrete Zeiten, in denen ich nicht erreichbar bin. Für ca. 120 bis 180 Schüler permanent per WhatsApp erreichbar sein zu können, halte ich nicht für erstrebenswert. Gleiches gilt für die Schüler: Die schlechte Unterrichtsvorbereitung des Lehrers per WhatsApp ausbaden zu müssen, weil der noch schnell seine Hausaufgaben hinterherschickt, kann auch nicht Sinn der Sache sein.

Man muss den Kindern doch den Umgang beibringen!

Meiner Erfahrung nach lernen Kinder den handelsüblichen Umgang mit WhatsApp ziemlich schnell: Texte zu schreiben, Videos zu schicken, Akronyme und Emojis zu verwenden, Bilder einzufügen, Gruppen anzulegen – ein Leichtes für herkömmliche 10-11-Jährige. Da ist keine besondere Herausforderung zu erkennen.

Weniger lehrreich ist es hingegen, wenn ach so medienreflektierte Lehrer die ihnen anvertrauten Kinder zu einem unreflektierten Umgang mit globalen Datenkraken wie Facebook nötigen. Wo, wenn nicht bei Schulkindern, könnte Facebook sein erstes großes Ziel, eine umfassende Abbildung der Soziostruktur seiner Nutzer zusammenzusammeln, am leichtesten erreichen? Die Kinder nutzen WhatsApp arglos – umso mehr, wenn auch der coole Lieblingslehrer / Schuldirektor das wie selbstverständlich im Unterricht benutzt. Reflektierter Umgang? Fehlanzeige! Wenn der Lehrer zum Gebrauch von WhatsApp einlädt, dann hilft am Ende auch keine wohlgemeinte superkritische Klassenleiterstunde mehr. Zumal das Kernproblem der WhatsApp-Nutzung bei jungen Menschen im Unterstufenalter ganz woanders liegt.

Mobbing

In der Altersgruppe der Zwölf- bis 19-Jährigen gibt jeder Dritte (34 %) an, dass in seinem Bekanntenkreis schon einmal jemand im Internet oder per Handy fertig gemacht wurde. […]

Setzt man die Schwelle der Beeinträchtigung etwas niedriger und unterstellt nicht explizit die Absicht, jemanden gezielt fertig zu machen, sondern fragt nach, ob über die befragte Person schon einmal beleidigende, falsche oder peinliche Sachen im Internet oder per Handy verbreitet wurden, so sieht sich jeder Fünfte als Betroffener. (JIM Studie 2016)

Und das ist der Kontext, in dem mir WhatsApp im Schulkontext überwiegend begegnet: Als Mobbing-Medium (und Nerv-Medium). Spricht man mit den SuS, so bemängeln diese, dass in Klassengruppen viel unnützes Zeug gepostet werde (300x „Hi“, ellenlange sinnlose Zeichenkombinationen, zeitfressende Sprachnachrichten, „lustige“ Bilder, etc.) und man phasenweise sein Handy stummschalten müsse, weil es unaufhörlich bimmelt. Fragt in euren Klassen doch einfach mal nach.

Noch ärger ist jedoch das Mobbing. Dieses hat es schon immer gegeben und es ist auch immer schon ein typisch schulisches Problem; die mittlerweile auch nicht mehr allzu frische Erkenntnis ist aber, dass Mobbing mit WhatsApp eine neue Qualität hinzugewonnen hat, denn das Mobben findet nun zeitlich und örtlich uneingeschränkt statt. War früher nach Schulschluss zunächst einmal phasenweise Ruhe vor den Mobbern, so können diese bis in den freien Nachmittag, bis ins Wochenende und sogar über die Ferienzeit ihr mieses Spiel weitertreiben. Und das tun sie auch. Fleißig und emsig.

„Aufklärung!“, rufen in solchen Fällen die Apologeten. Die Kinder müssten ja den Umgang mit modernen Medien noch lernen – und verweisen (auch im Twitter-Dialog) gerne auf eine Sammlung hohler Arbeitsblätter, die aber im Fall der Fälle nichts bewirken. Und auch so manche Eltern kümmern sich einen feuchten Kehricht um die WhatsApp-Nutzung ihrer Kinder, wenn man sieht, was diese so an Frivolem und Gewaltverherrlichendem über ihr Smartphone versenden. Nicht zuletzt wir Medienfuzzis schließen gerne die Augen vor diesen Problemen, denn sie passen so gar nicht in unsere schöne neue Medienwelt. Den Umgang lernen sollen sie, doch sind die meisten meiner Meinung nach noch viel zu jung dafür, um distanziert und souverän mit komplexen Kommunikationssituationen, wie sie sich auf WhatsApp darstellen, umzugehen. Wie auch, das Leben an sich ist in diesem Alter doch schon kompliziert genug.

Umbruchssituationen

Kommen Kinder an die weiterführende Schule, sind sie meist zwischen 10 und 12 Jahren alt, verlassen ihre vertraute Grundschulumgebung und treffen auf eine völlig neue Klasse, in der sie viele neue Lehrer und Mitschüler kennenlernen. Das geht nicht nahtlos vonstatten, sondern ist immer begleitet von Brüchen und Schmerzen: Die liebgewonnene junge Klassenlehrerin wird ersetzt durch einen grummeligen Oberstudienrat, die meisten guten Freunde gehen auf eine andere Schule und plötzlich hat man nur noch zwei bis drei bekannte Bezugspunkte in der Klasse, zum Glück ist die beste Freundin auch dabei. Dann kommt die Phase der Annäherung und Neuordnung – und plötzlich ist die beste Freundin jemand anderes beste Freundin. Neue Cliquen bilden sich, und was hier in zwei, drei Sätzen abgehandelt wird, ist in Wirklichkeit ein monatelanger, teils jahrelanger, Prozess, der oft mit extremen Höhen und Tiefen, Freude, Hoffnung und Enttäuschung verbunden ist.

In diesen Situationen ist WhatsApp Gift fürs Klassenklima. Kinder, die mit den vielfachen Herausforderungen der schriftlichen Kommunikation heillos überfordert sind, treffen dann auf eine komplexe Klassensituation, die sie selbst gar nicht einordnen können. Als Kind will man einfach nur dazugehören. Das zeigt sich in WhatsApp-Gruppen, die von nutzlosen und in die hunderte gehenden „me too“-Beiträgen nur so wimmeln, und in denen der Enttäuschung über alte oder neue (Nicht-)Freunde lautstark oder auch subtil Luft gemacht wird, flankiert von weiteren Anheizer-WhatsApp-Gruppen, die sich zusätzlich noch strategisch drumherum gebildet haben. Und das kann übel enden – die Ratgeberliteratur ist mannigfaltig, ein Gespräch mit dem zuständigen Schulpsychologen erhellend.

Es ist natürlich schön, wenn die Kinder miteinander den richtigen Umgang mit Messenger-Apps wie WhatsApp lernen, aber reichlich zynisch aus der Perspektive eines betroffenen Kindes, das täglich die „Lernversuche“ der anderen ertragen und dabei selbst erlernen muss, dass es jederzeit und an jedem Ort das Opfer seiner Mobber sein muss.

Kein Messenger, nie?

Auch ich finde Messenger großartig, nutze sie oft und gerne. Am liebsten solche, die nicht mein Adressbuch filzen und ohne meine Handynummer auskommen. Am liebsten Ende-zu-Ende verschlüsselt. Am liebsten nicht in den Händen großer Datensammler, gerne auch gegen Geld. In Schule kann ich mir Messenger als große Bereicherung vorstellen: Als konkreten Schulmessenger mit klaren Regeln, klar definierten Gruppen, und je älter und reifer die Kinder werden, umso offener kann man den Umgang damit gestalten. Natürlich ändert das nichts an all den Problemen, die über private Messenger wie WhatsApp entstehen, jedoch ist dann niemand gezwungen, diese schulisch zu nutzen.

Denn am Ende ist der tollste Unterrichtseinstieg per WhatsApp nichts wert, wenn Kinder seelisch zu Schaden kommen.

Eine Lanze für die Digitalisierung

Wahnsinn. Dirk von Gehlen bricht eine Lanze… nein, eigentlich schlägt er im Alleingang eine Bresche,  versucht förmlich, im Alleingang einen ganzen Wall an Vorurteilen niederzureißen.

Zum einen formuliert er „Fünf Fragen zur angemessenen Smartphonenutzung“ auf seiner eigenen Homepage. Zum anderen stellt er in seinem Artikel auf Süddeutsche.de  („Digitalisierung: Keine Panik!“) die Spitzers dieser Welt in Frage. Für Menschen, die Computer schon vor Vollendung ihre 30-ten Lebensjahres kennengelernt haben nichts Neues (Douglas Adams grüßt), alle anderen sollten beides mal gelesen haben.

(Und ja, das ist Altersdiskriminierung. Aus Gründen. Niemand muss sich angesprochen fühlen…)