Papier-TAN.

Die Bundesländer lassen keine Chance ungenutzt, die Digitalisierung in Schulen zu versauen, Skepsis zu fördern und sich dabei vollends zu blamieren. Nachdem bei Logineo in NRW die „Notbremse“ gezogen werden musste, versagt nun auch Baden-Württemberg mit seinem Schul-Portal „Ella“. Interessant der Blick in die Heise-Kommentare: Dort berichtet ein Betroffener, dass man bei Ella Mails oder Moodle nur mit Papier-TAN(!) nutzen könne, weil eine Zwei-Faktor-Authentifizierung vorgeschrieben sei.

Hört doch mit dem unterfinanzierten Herumgebastel auf, setzt auf etablierte Anbieter und sorgt dafür, dass diese datenschutzrechtlich so eingebunden werden, dass da nichts schiefgehen kann. Ihre Technik haben die nämlich meist sehr gut im Griff, der Support ist erstklassig und man steht als Kultusminister nicht alle drei Monate wie ein Depp da.

4 Gedanken zu „Papier-TAN.

  1. Ich stimme Dir grundsätzlich zu, professionelle, etablierte Anbieter wären die beste Lösung. Allerdings muss man Ella in Baden-Württemberg zugute halten, dass es a) erst seit drei Wochen in der öffentlichen Erprobung mit einigen Versuchsschulen ist und b) angekündigt wurde, dass es auch eine papierlose 2-Faktor-Authentifizierung geben soll. Dauert aber halt…

  2. @Herr Rau

    Ja, Mebis soll schon länger laufen, vielleicht die rühmliche Ausnahme? Ist auch die Übermittlung personenbezogener Daten damit möglich? Dann sollten die anderen Bundesländer das vielleicht einfach übernehmen und gut ist’s! Welche Stärken, welche Schwächen siehst du bei Mebis?

    @Uwe

    Na, so ging die Talfahrt mit Logineo auch los…

    Ich finde es auch für einen Testlauf schwach, wenn die Mails nicht per IMAP abgerufen werden können. Wer nutzt diese denn dann? Und eine „landeseinheitliche Mailadresse“ ist das Letzte, was ich mir wünschen würde. Da kommt gewiss eine Adresse á la „vorname.nachname.schulnummer@bundesland.de“ heraus, ggf. noch mit Ziffern bei Namensdoppelungen. Selbstgesteuert haben wir „nachname@schule.de“. Ist am einfachsten.

    Warten wir ab, welche Bundesländer sich im Rennen um ein fähiges System von den anderen absetzen können.

     

  3. Ah, nein, Mebis ist eine Nummer kleiner – kein Mailsystem. Webbasierte Kommunikation ist möglich, aber sicher nicht komfortabel und nicht der Hauptzweck. Personenbezogene Daten sind kein Problem. Es ist eher ein Beispiel für eine zentrale Lösung, vom Kultusministerium aus organisiert, die funktioniert, mit dem, was sie kann. (Aber Mail kommt wohl auch bald mal.) der Kernaspekt von Mebis ist eine bayernweite Moodle-Installation.

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