Mehr Wertschätzung könnte helfen

Ach wie, herrscht etwa ein sogenannter „Lehrermangel“? Allerorten Gejammer um zu wenig Lehrer. Ich suche jetzt nicht die im dutzend täglich neu erscheinenden Artikel heraus, es reicht, wenn man diesen beispielhaft nimmt: „Sachsen-Anhalt findet 75 neue Lehrkräfte – per Headhunter. (…und will künftig weltweit suchen lassen)“. In Berlin verbeamtet man wieder. Woanders gleicht man gar die Gehaltsstufen aller Lehrer auf A13 an. Shocking! Wie konnte es nur so weit kommen?

Da lobe ich mir mein kleines Blog, schaue ein paar Jahre zurück und stoße auf Diskurse, in denen Lehramtsstudierende als faules und inkompetentes Pack dargestellt wurden. Auslöser war die Rauin-Studie, die durch alle Medien hoch und runter gejazzt wurde. Daneben immer wieder „Studien“, die zeigen sollten, wie unfair und biased Lehrer sind; mit Bachelorarbeiten zu Vornamensstudien könnten wir problemlos den Reichstag verhüllen. Und dann jammern die faulen Säcke auch noch andauernd, sodass es kaum wundert, dass eine Lehrerhasserin zur Bestsellerautorin werden konnte. Wen wundert’s, dass unter jungen Menschen niemand Lust hat, in den Olymp der Inkompetenz, Faulheit, Unfairness und Charakterlosigkeit aufzusteigen?

„Mehr Wertschätzung könnte helfen“, sagt Oliver Welke in der heute-show vom 16.9.

Da mag er Recht haben.

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