Nur Meisterlehrer und Meisterlehrerinnen, die auch das praktische Unterrichten vormachen können, sollten in der Referendarausbildung eingesetzt werden. Alle Lehrerausbildner, ob an der Universität oder in der Praxis, müssen selbstverständlich ihren Referendaren den Unterricht vorführen können, den sie für richtig halten. Dabei wird übrigens herauskommen, dass es kein didaktisches Zauberinstrumentarium gibt, sondern dass jede Persönlichkeit ihren [...]
Solch drastische Verhältnisse, wie in diesem Spiegel-Artikel geschildert, hätte ich nicht erwartet: Ich bin wütend auf Schulamt und Ministerium, weil sie Leute wie mich an Brennpunktschulen schicken. Ohne pädagogische Grundlagen, das ist kaum zu verantworten. Für richtige Lehrer ist kein Geld da? Wie kurzfristig kann man denken? Erschreckend. Wobei ich mir am Ende des Artikels [...]
Och… ich finde es gerade im Moment bei meinen Reihenplanungen gut, dass ich hier in mehreren Büchern schauen kann, wie man die Themen in den Büchern unterschiedlich angeht. Natürlich ist der Vorschlag von Anette Schavan erst einmal bedenkenswert, aber ändern wird es nicht viel oder nur wenig. Meine Schwester ist aus NRW nach Bayern gezogen [...]
Ich bin kein Fan von Youtube-Videos in Blogeinträgen. Die versauen das Design und erwecken oft den Eindruck, nichts anderes als billige Lückenbüßer zu sein. Heute mache ich eine Ausnahme und verweise auf dieses Video unter CC-Lizenz, das sich insbesondere an Lehrer richtet, auch wenn es zunächst nicht so scheint: Shift happens (Wegen Designproblemen doch nur [...]
Auf ein interessantes Interview zu diesem heiklen Thema in der Süddeutschen möchte ich hinweisen.
Über ats20 bin ich drauf gekommen, auf einen Artikel in der ZEIT “Wo die Lehrer sitzenbleiben“. Daraus ein Zitat, auf das man oft stößt, wenn man Artikel über Schule, den hohen Norden und PISA liest: Heute ist die Elite in der Mehrheit. Von jährlich 57000 Schülern bleiben nur 200 ohne einen Abschluss, 46000 verlassen die [...]
“Unterrichtsausfall” ist ein dummes Wort: Wir sollten den gemeinten Sachverhalt lieber “Bildungsausfall” taufen. Dann könnten Politiker sich nicht mehr so hübsch herausreden: “Ein-Euro-Jobber am Lehrerpult (Süddeutsche)“ (via Herrn Rau, der sich auch zum Grammatiktest äußert)
Der Direktor der Rütli-Schule ist heute mit einem lesenswerten Interview im Spiegel. Seine Einschätzung: SPIEGEL: Wie würden Sie das kranke System beschreiben? Hochschild: Durch die in Deutschland sehr belastete Vokabel der Selektion. (…)
So berichtet der Spiegel heute über eine Studie des Economist zur Wirtschaftslage in Deutschland: Grundübel sei das dreigliedrige Schulsystem, das in den meisten anderen europäischen Ländern bereits überwunden sei. Anders als die Deutschen lange Zeit glaubten, führe es dazu, dass der soziale Aufstieg so beschwerlich sei wie in keinem anderen vergleichbaren Land. Hauptsächlich die Kinder [...]
Oder wie muss man es interpretieren, dass die UNO uns mutmaßlich einen Sonderberichtserstatter der Menschenrechtskommission ins schöne neue Leuchtturm-Deutschland schickt, der ein Auge auf unser Schulsystem werfen soll? Bildungsentwicklungsland Deutschland? Aber, aber liebe Politiker – macht nur weiter so: vielleicht kommt die Menschenrechtskommision bald auch zu uns in die Uni.