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	<title>Kreide fressen &#187; ichichich</title>
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	<description>Gedanken eines jungen Lehrers aus Bielefeld</description>
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		<title>An der Säge</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 07:30:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hokey</dc:creator>
				<category><![CDATA[aus dem Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[ichichich]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexion]]></category>

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		<description><![CDATA[Jedes Halbjahr aufs Neue: Ein etwa 11-jähriges Mädchen schaut mich zweifelnd an, die große Säge in der einen, das Bambusrohr oder Sperrholz in der anderen. Ein Schwirrholz soll es dann meist werden oder eine Panflöte. Die ersten Züge gelingen noch recht grob, die Säge rutscht ab. Sie zweifelt sichtbar. Dann ist der Anfang gemacht, das <a href='http://www.kreidefressen.de/2012/05/09/an-der-sage/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jedes Halbjahr aufs Neue: Ein etwa 11-jähriges Mädchen schaut mich zweifelnd an, die große Säge in der einen, das Bambusrohr oder Sperrholz in der anderen. Ein Schwirrholz soll es dann meist werden oder eine Panflöte. Die ersten Züge gelingen noch recht grob, die Säge rutscht ab. Sie zweifelt sichtbar. Dann ist der Anfang gemacht, das Blatt zersägt leichtlaufend das Holz. Geschafft. Stolz. Von nun an werde ich nicht mehr gebraucht.</p>
<p>Die Arbeiten meiner letzten Mädchengruppe waren sehr schön, sehr sorgfältig und oft präziser gesägt als die der Jungen. Die sind manchmal zu ungestüm. Manche gestehen traurig, dass sie noch nie gesägt hätten. Die Sorgen der Väter sind dabei unbegründet: Verletzt hat sich in drei Jahren noch niemand. Sie sollten lieber sehen, mit welchem Feuereifer ihre Kinder zu Werke gehen, wenn sie mit eigenen Händen eigene Instrumente bauen dürfen. Ohne Notendruck, einfach nur mit einem Ziel.</p>
<p>Wann habe ich eigentlich das letzte Mal mit meiner Tochter gesägt?</p>
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		<title>Wozu braucht man eigentlich&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Oct 2011 11:04:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hokey</dc:creator>
				<category><![CDATA[ichichich]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; das Planspiel Börse? Der Protest der „Occupy Wall Street“-Bewegung weitet sich stetig aus und soll heute auch in stärkerer Form in Deutschland ankommen. Die Wall Street ist heute weniger denn je Symbol für den American Dream und scheint in der öffentlichen Wahrnehmung eher zur Brutstätte des Antisozialen, des elitär-monetären Zirkels mutiert zu sein. War <a href='http://www.kreidefressen.de/2011/10/15/wozu-braucht-man-eigentlich/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8230; das Planspiel Börse?</strong><br />
Der Protest der „Occupy Wall Street“-Bewegung weitet sich stetig aus und soll heute auch in stärkerer Form in Deutschland ankommen. Die Wall Street ist heute weniger denn je Symbol für den American Dream und scheint in der öffentlichen Wahrnehmung eher zur Brutstätte des Antisozialen, des elitär-monetären Zirkels mutiert zu sein. War der Berufswunsch „Banker“ in den 90ern noch mit Adjektiven wie smart, dynamisch und erfolgreich beschreibbar, so sitzen heute graue Männer wie <a href="http://www.open-report.de/fotos.php?iid=117154">der Sprecher des Bankenverbandes</a> mit tiefen Augenringen und dauerhaft blasiertem Lächeln in den Talkshows der Nation.</p>
<p>Und während die Kurse wegen der umtriebigen Banken und der verschuldeten Staaten an den Börsen so dahinpurzeln, habe ich mich gefragt, was nun die armen Schüler machen, die am alljährlichen Planspiel Börse beteiligt sind? Wer gewinnt da nun den Preis? Der mit dem geringsten Verlust? Der, der alles konservativ auf Apple gesetzt hat? Ich erinnere mich noch gut an mein Planspiel Börse, diesem Werbewettbewerb für asoziales Finanzwesen: Niemand, auch kein Sowi-Lehrer, hat uns über den moralischen Faktor von Aktien aufgeklärt, über die Bedeutung von Arbeitsbedingungen hinter den Aktien, über den Unterschied zwischen Werterschaffung durch Produktion und den vernichtenden Pseudowerten, die die Fierberkurven an den Börsen widerspiegeln. Langfristige Investments? Pustekuchen! Kurz anlegen und in wenig Zeit das Maximale aus den Aktien herausquetschen. Pennystocks gab es damals noch. Stattdessen hat man uns Roulette spielen lassen, gesetzt wurde hier und dort, der Glücklichere bekam einen Preis, fühlte sich wie ein drei-viertel Börsenguru und irgendwie war doch alles ganz nett. Schön unkritisch, beste Werbung für eine Branche, die nun verbrannte Erde in der westlichen Hemisphäre hinterlässt.</p>
<p><strong>&#8230; Matheunterricht?</strong><br />
Ich beziehe mich im Folgenden auf den Artikel „<a href="http://halbtagsblog.de/2011/10/15/wozu-braucht-man-das-eigentlich/">Wozu braucht man das eigentlich?</a>“ im (wunderbaren) Halbtagsblog. Jan-Martin weist auf das Problem hin, dass viele Schüler bezweifeln, dass sie gewisse Inhalte des Matheunterrichts für ihr späteres Leben benötigen und geht dieser Frage nach. Seine Antwort lautet:</p>
<blockquote><p>Die Mathematik aber zwingt die Schüler zum Nachdenken. Und zwar kontinuierlich. Man sitzt vor einem Problem und muss es lösen. Dieses “Problemlösen” ist als Kompetenz in keinem anderen Fach (wenn überhaupt) so stark ausgeprägt. Selbstveständlich sind die Probleme sowohl künstlich als auch abstrakt: <em>“Wie lauten die Nullstellen dieser Funktion?” </em></p></blockquote>
<p><em></em>Nun ja. Hrm. Da sträubt es sich gleich doppelt in mir. Zum einen, weil ich durchaus hoffe, dass ich das Problemlösen gelernt habe, obwohl ich meine Fünf in Mathe bis in die Oberstufe vor mir hergeschoben habe. Und zum anderen, weil ich mich durchaus bemühe, meine Fächer Deutsch und Geschichte problemorientiert zu unterrichten.</p>
<p>Das Errechnen von Nullstellen ist für mich kein Problem, es ist eine <em>Aufgabe</em>. Und eine sinnlose dazu, das ist ja das <em>Problem</em> der Schüler (und meines ebenfalls). Wie berechne ich die Summe meines Einkaufs? Wie das Wechselgeld? Ich will mein Geld beim Planspiel Börse anlegen und dabei den Vorjahressieger übertrumpfen &#8211; welche Rendite muss ich dafür erwirtschaften? Das sind Probleme, und das begreifen alle Schüler. Aber <em>warum</em> sollen sie Nullstellen von Funktionen berechnen? Wofür benötigt man diese Fähigkeit? Ich weiß es bis heute nicht. Vielleicht, wenn man Informatiker oder Statistiker werden will. Oder Mathelehrer.</p>
<p>Ich erinnere mich an meinen Geometrieunterricht: Dreiecke türmten sich an der Tafel, flankiert von Kreisen und Quadraten, massenweise Formeln, Pi und Hypotenusen. Alles abstrakt: Unser einziges „Problem“ waren die Fragen unserer Lehrer: Wie lang ist die Hypotenuse&#8230; Wie lautet der Satz des&#8230; Irgendwann in meinem Studium habe ich dann japanischen Matheunterricht anschauen dürfen. Der Mathelehrer erklärte den Schülern anhand der Gestaltung eines Grundstücks, wofür Geometrie nützlich ist. Mit „echten“ Alltagsproblemen wie: Wie groß darf der runde Teich werden, wo kann ich eine Grube für den Schuppen ausheben, usw. usft. Das war einfach, unaufwendig und plausibel! Warum haben meine Mathelehrer das nicht gemacht? Warum haben sie sinnentleerte Übungen mit uns vollführt?</p>
<p>Haben wir dadurch das Denken gelernt? Kein Stück. Ich habe gelernt, Unzulänglichkeiten zu kaschieren und auf den Boden zu schauen, statt Fragen zu stellen. Ich habe gelernt, dass man dumm ist, wenn man Nullstellen nicht richtig berechnet und dass man mit Problemen alleine gelassen wird. Ich habe gelernt, wie man mathematische „Probleme“ liegen lässt. Und etwas später habe ich gelernt, dass ich all das als sinnlos Empfundene wirklich nicht brauche. Nicht einmal zum Problemlösen. Aber zu den Problemen vielleicht an anderer Stelle mehr&#8230; (muss jetzt leider weg&#8230;)</p>
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		<title>Überhang abbauen</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 08:58:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hokey</dc:creator>
				<category><![CDATA[ichichich]]></category>

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		<description><![CDATA[Das hätte ich nicht erwartet. Wirkich erstaunlich. Was das ausmacht, zwei Stunden weniger zu unterrichten. Lächerliche zwei Stunden weniger. Damit aber auch eine Lerngruppe weniger. Und auch eine Korrektur weniger. Das bedeutet über den Daumen gepeilt: 30 (Schüler) x6 (Klassenarbeiten pro Schuljahr) x 30 Minuten (nett veranschlagte Korrekturzeit für eine Arbeit) = circa 90 Stunden <a href='http://www.kreidefressen.de/2011/10/07/uberhang-abbauen/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das hätte ich nicht erwartet. Wirkich erstaunlich. Was das ausmacht, zwei Stunden weniger zu unterrichten. Lächerliche zwei Stunden weniger. Damit aber auch eine Lerngruppe weniger. Und auch eine Korrektur weniger. Das bedeutet über den Daumen gepeilt: 30 (Schüler) x6 (Klassenarbeiten pro Schuljahr) x 30 Minuten (nett veranschlagte Korrekturzeit für eine Arbeit) = circa 90 Stunden weniger Korrekturzeit. Dazu die entfallende Belastung durch Stundenvorbereitung. Ich komme mir vor wie im Schlaraffenland, obwohl ich immer noch 23 Stunden habe. „Überhang abbauen“ nennt man das bei uns und ältere Kollegen hatten gemahnt, das möglichst zügig zu machen, da es durchaus zu politischen Konstellationen kommen kann, in denen auch zweistellige Überhänge einfach mal verfallen können. Wie auch immer: Sogar einen freien Freitag habe ich alle zwei Wochen, trotz voller Stelle. Wahnsinn.</p>
<p>Montag kommen die ersten Klausuren, bin mal gespannt, wie ich dann über den Überhangabbau schreibe. <img src='http://www.kreidefressen.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Neues Schuljahr ante portas</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 16:45:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hokey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das erste Mal]]></category>
		<category><![CDATA[Ferien]]></category>
		<category><![CDATA[ichichich]]></category>

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		<description><![CDATA[Da wären wir, Mittwoch geht es hier in NRW wieder los. Meine Unterrichtsverteilung sieht ganz gut aus: Nur vier Korrekturgruppen erwarten mich und ich darf mich auf eine neue fünfte Klasse freuen, die ich als Co-Klassenleitung in den nächsten Jahren begleiten darf. Erster Grundkurs 12 in Geschichte Besonders spannend wird ein Grundkurs 12, den ich <a href='http://www.kreidefressen.de/2011/09/02/neues-schuljahr-ante-portas/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da wären wir, Mittwoch geht es hier in NRW wieder los. Meine Unterrichtsverteilung sieht ganz gut aus: Nur vier Korrekturgruppen erwarten mich und ich darf mich auf eine neue fünfte Klasse freuen, die ich als Co-Klassenleitung in den nächsten Jahren begleiten darf.</p>
<p><strong>Erster Grundkurs 12 in Geschichte</strong><br />
Besonders spannend wird ein Grundkurs 12, den ich in Geschichte bekomme, denn weil ich bisher sooo wenig Geschichte unterrichtet habe, komme ich mir fast schon wieder wie ein Neuling vor. Andererseits kann ich mir nichts Schlimmeres vorstellen, als dauerhaft dasselbe Fach unterrichten zu müssen &#8211; es gibt ja durchaus Kollegen, die auf nur ein Fach „gebucht“ sind, und nach einigen Jahren ist diesen das zweite Fach dann doch so fremd, dass sie es gar nicht mehr gerne unterrichten möchten. Das möchte ich nicht, ich will schon gerne beide Fächer unterrichten und das liegt nicht nur an der Korrekturbelastung, die man über Deutsch ja immer hat. Und da wir eine riesige Fachschaft Geschichte haben, bin ich gar nicht böse über einen GK 12.</p>
<p><strong>Rituale Treffen</strong><br />
Heute waren die ersten Fachgruppentreffen (die Deutschlehrer treffen sich, die Mathelehrer&#8230;) und wir haben Inhalte des kommenden Schuljahres grob abgestimmt. Eigentlich bräuchte man dafür keine Treffen, weil alles Nötige in den schulinternen Lerhplänen steht, aber für neue Kollegen ist das eine gute Gelegenheit, vorgestellt zu werden, und ich vermute insgeheim, dass der rituelle Aspekt bei diesen Treffen wichtiger ist als der sachliche. Man kann sich so schon ein wenig auf das kommende Schuljahr einstimmen und die Ferienerlebnisse bequatschen, womit der Quatschbedarf der ersten Schulwoche erheblich entlastet wird und alle sich brav auf ihre Arbeit konzentrieren können&#8230; <img src='http://www.kreidefressen.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wünsche allen NRW-Kollegen einen guten Start ins neue Schuljahr (und auch denen aus anderen Bundesländern&#8230;)</p>
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		<title>Geburtstagsüberraschung</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jul 2011 16:07:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hokey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beruf Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[ichichich]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>

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		<description><![CDATA[Überraschungen dienen dazu, dem anderen zu zeigen, dass man ihn wertschätzt und auf seine Bedürfnisse achtet. Da komme ich heute in eine verdächtig nach Wunderkerzen müffelnde neunte Klasse und sehe eine Gruppe Schülerinnen um eine liebevoll gestaltete große Sahnetorte in Herzform geschart. Dahinter ein strahlendes Geburtstagskind. Zwei Tage zuvor Ähnliches in derselben Klasse: Ein Geburtstags-Schüler <a href='http://www.kreidefressen.de/2011/07/13/geburtstagsuberraschung/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Überraschungen dienen dazu, dem anderen zu zeigen, dass man ihn wertschätzt und auf seine Bedürfnisse achtet. Da komme ich heute in eine verdächtig nach Wunderkerzen müffelnde neunte Klasse und sehe eine Gruppe Schülerinnen um eine liebevoll gestaltete große Sahnetorte in Herzform geschart. Dahinter ein strahlendes Geburtstagskind. Zwei Tage zuvor Ähnliches in derselben Klasse: Ein Geburtstags-Schüler packt sein vermutlich nicht minder liebevoll in Alu-Folie eingepacktes Geschenk aus: Zwei schmackhafte Bratwürste, dahinter ein dickes Grinsen des Geburtstagskindes. Man achtet aufeinander und das wirkt sich auch auf das Unterrichtsklima (nicht unbedingt auf die Leistungen) aus.</p>
<p>Zu schade, hatte heute meine letzte Stunde in (m)einer Lieblingsklasse.</p>
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		<title>Experimentelle Archäologie und Rachegelüste</title>
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		<pubDate>Tue, 03 May 2011 17:52:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hokey</dc:creator>
				<category><![CDATA[ichichich]]></category>

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		<description><![CDATA[Also ehrlich, da bestellt man einmal etwas im Internet per Kreditkarte und schon schlagen die fiesen Hacker zu. Da wähnte ich mich in Sicherheit als ich ein Abo beim Sony-Musikdienst Qriocity abschloss und nun liegen alle meine Daten bei irgendeinem doofen Hacker, der sich eine goldene Nase damit verdienen wird. Und abgeschaltet ist der Dienst <a href='http://www.kreidefressen.de/2011/05/03/experimentelle-archaologie-und-rachegeluste/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Also ehrlich, da bestellt man einmal etwas im Internet per Kreditkarte und schon schlagen die fiesen Hacker zu. Da wähnte ich mich in Sicherheit als ich ein Abo beim Sony-Musikdienst <a href="https://music.qriocity.com/">Qriocity</a> abschloss und nun liegen alle meine Daten <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Angriff-auf-Playstation-Network-Persoenliche-Daten-von-Millionen-Kunden-gestohlen-1233136.html">bei irgendeinem doofen Hacker</a>, der sich eine goldene Nase damit verdienen wird. Und abgeschaltet ist der Dienst nun obendrein, wenn auch nur vorübergehend. Dabei würde ich jetzt wirklich gerne einmal nach diesem Komponisten namens Jaoquin Rodrigo suchen, dessen „Concerto de Aranjuez“ ich am Wochenende kurz auf dem ZDF(?) genießen durfte. Bin ja eher kein Kitsch-Klassiker, aber die leise Gitarre und das laute Orchester haben mich doch fasziniert. Muss also übergangsweise auf <a href="http://www.lastfm.de/">Last.fm</a> ausweichen.</p>
<p><a href="http://www.kreidefressen.de/wp-content/uploads/2011/05/Holz.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1236 alignleft" title="viel Holz" src="http://www.kreidefressen.de/wp-content/uploads/2011/05/Holz-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Und während sich irgendwo der miese Datendieb meiner Datensätze erfreut, hat mir heute ein netter Kollege ein riesiges Stück Holz in die Schule mitgebracht. Esche. Für einen Bogen. Ja, richtig. Für so einen echten Flitzebogen aus Holz. Ich wandele ja ab und an gerne (aber viel zu halbherzig) auf den Spuren <a href="http://www.kreidefressen.de/2007/09/09/steinzeit-ausstellung/">experimenteller</a> <a href="http://www.kreidefressen.de/2009/09/02/von-sehr-altem-und-sehr-neuem/">Archäologen</a> und finde es viel spannender, mit Geschichte praktisch anzueignen, und da ich schon immer einen Steinzeit-Bogen bauen wollte, kam mir das Holz gerade recht.</p>
<p><a href="http://www.kreidefressen.de/wp-content/uploads/2011/05/riss.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1240" title="Riss im Holz" src="http://www.kreidefressen.de/wp-content/uploads/2011/05/riss-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Bei ca 1,80 cm Höhe dürfe das Material sogar für einen englischen Langbogen ausreichen. Ich bin mir allerdings meiner handwerklichen Fähigkeiten nicht ganz sicher. So etwas wie eine Werkbank besitze ich nicht und mein „großes“ Werkzeug stammt größtenteils vom Discounter und wird bestenfalls alle zwei Jahre einmal mit Strom versorgt, wenn irgendwo ultraleichte Hausmeisterfähigkeiten gefragt sind. Aber aktuell muss ich das Holz nur an bestimmten Stellen leimen, damit es sich nicht verzieht, und es bis zu den Sommerferien weiter trocknen lassen. Und dann sehen wir mal weiter.</p>
<p>Aber dann, <strong>aber dann</strong>: Sollte der Bogen irgendwann einmal wirklich fertig sein, sollte der gemeine Hacker sich warm anziehen&#8230; <img src='http://www.kreidefressen.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Motivation</title>
		<link>http://www.kreidefressen.de/2011/04/09/motivation-2/</link>
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		<pubDate>Sat, 09 Apr 2011 09:40:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hokey</dc:creator>
				<category><![CDATA[ichichich]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorletzte Woche zweimal „hinterm Rücken“ von Schülern aus Unter- und Oberstufe bei anderen Kollegen für meinen Unterricht gelobt worden, die es mir netterweise auch mitgeteilt haben. Das motiviert viel mehr als fragwürdige Bonuszahlungen, auf die ich gerne verzichte. Wüsste nur gerne, was denen genau gefallen hat, denn auch zahlreiche Evaluationen haben mir da noch nicht <a href='http://www.kreidefressen.de/2011/04/09/motivation-2/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorletzte Woche zweimal „hinterm Rücken“ von Schülern aus Unter- und Oberstufe bei anderen Kollegen für meinen Unterricht gelobt worden, die es mir netterweise auch mitgeteilt haben. Das motiviert viel mehr als fragwürdige <a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,754526,00.html">Bonuszahlungen</a>, auf die ich gerne verzichte. Wüsste nur gerne, was denen genau gefallen hat, denn auch zahlreiche Evaluationen haben mir da noch nicht wirklich weitergeholfen. Muss ja nicht heißen, dass der Unterricht wirklich gut <em>ist</em>, sondern nur gut <em>ankommt</em>&#8230; Besonders wenn Referendare dabei sind, habe ich immer das Gefühl, einen  f u r c h t b a r e n  Unterricht zu machen. Nun ja, noch eine Woche, dann beginnen in NRW die Osterferien und diesmal habe ich die wirklich <strong>dringend</strong> nötig&#8230;</p>
<p>P.s.: Habe wohl gerade wieder eine Intensivschreibphase&#8230; das legt sich erfahrungsgemäß bald wieder&#8230; <img src='http://www.kreidefressen.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Wandertag auf der Eisbahn</title>
		<link>http://www.kreidefressen.de/2011/01/28/wandertag-auf-der-eisbahn/</link>
		<comments>http://www.kreidefressen.de/2011/01/28/wandertag-auf-der-eisbahn/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Jan 2011 17:08:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hokey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beruf Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[ichichich]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich erfinde noch dem schlüpfenden Stahl Seinen Tanz! Leichteres Schwungs fliegt er hin, Kreiset umher, schöner zu sehn. (Auszug aus: Der Eislauf, Klopstock, 1764) Auf der Eisbahn haben wir den letzten Wandertag verbracht und es hat sich wirklich gelohnt. In der Regel bin ich ja sehr vorsichtig, was möglicherweise „gefährliche“ Ziele bei Wandertagen angeht, aber <a href='http://www.kreidefressen.de/2011/01/28/wandertag-auf-der-eisbahn/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ich erfinde noch dem schlüpfenden Stahl<br />
Seinen Tanz! Leichteres Schwungs fliegt er hin,<br />
Kreiset umher, schöner zu sehn.<br />
(Auszug aus: Der Eislauf, Klopstock, 1764)</em></p>
<p>Auf der Eisbahn haben wir den letzten Wandertag verbracht und es hat sich wirklich gelohnt. In der Regel bin ich ja sehr vorsichtig, was möglicherweise „gefährliche“ Ziele bei Wandertagen angeht, aber mittlerweile verliere ich doch die Scheu, zumal ich vor einigen Jahren regelmäßig auf Kufen gestanden habe. Nun, so elegant wie der Läufer in Klopstocks Gedicht bin ich auf dem Wandertag nicht über das Eis getänzelt, aber dafür, dass ich mindestens 13 Jahre nicht mehr eisgelaufen bin, habe ich eine recht ordentliche Figur gemacht. Vorsichtige Schätzungen waren von fünfmal „Maulen“ (Bielefelder Jugendjargon für „aufs Maul legen“) ausgegangen, letztlich habe ich mich die ganze Zeit sehr passabel aufrecht halten können.</p>
<p style="text-align: left;">Die Sechstklässler hatten, egal ob gewohnte Eisläufer oder Erstversucher, nahezu gar keine Probleme mit den Schlittschuhen. Es ist immer wieder verblüffend, wie leicht Kinder ihren Körper beherrschen &#8211; ich kann dieses ganze Gejammere über die fette, unsportliche Jugend nicht mehr hören. Selbst die, die noch nie eisgelaufen sind, flitzten nach einer Stunde übers Eis, als hätten sie nie etwas anderes gemacht.</p>
<div id="attachment_1013" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.kreidefressen.de/wp-content/uploads/2011/01/eislauf.jpg"><img class="size-medium wp-image-1013 " title="Eislauf" src="http://www.kreidefressen.de/wp-content/uploads/2011/01/eislauf-300x225.jpg" alt="Eisbahn" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Eisbahn</p></div>
<p style="text-align: center;">&nbsp;</p>
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		<title>Die einfachen Dinge nicht unterschätzen</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 16:37:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hokey</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lernen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Rätselspiel für die ganze Familie sollte es sein und wir waren gespannt, was sich hinter dem „Kinderspiel des Jahres 2008“ verbergen würde. Generell bin ich ja skeptisch, sobald Gesellschaftsspiele mit Elektonik versehen sind, da diese oft für nervtötenden Krach oder langweilige, vorhersehbare Spielverläufe sorgt. Nicht so bei „Wer war&#8217;s?“. Kurz und knapp erklärt, geht <a href='http://www.kreidefressen.de/2011/01/09/die-einfachen-dinge-nicht-unterschaetzen/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Rätselspiel für die ganze Familie sollte es sein und wir waren gespannt, was sich hinter dem „<a href="http://www.ravensburger.de/shop/spiele/kinderspiele/wer-war-s-21854/index.html">Kinderspiel des Jahres 2008</a>“ verbergen würde. Generell bin ich ja skeptisch, sobald Gesellschaftsspiele mit Elektonik versehen sind, da diese oft für nervtötenden Krach oder langweilige, vorhersehbare Spielverläufe sorgt. Nicht so bei „Wer war&#8217;s?“. Kurz und knapp erklärt, geht es bei diesem Märchenspiel darum innerhalb eines festen Zeitfensters nach einem Ausschlussverfahren den Dieb eines Schlüssels zu finden. Dabei muss man sich merken, welches der sprechenden Tiere welches Nahrungsmittel bekommt, damit es wichtige Informationen preisgibt. Alles in allem kein besonders anspruchsvolles Spielprinzip, aber durchaus kurzweilig.</p>
<p>Und obwohl dieses Spiel  &#8211; eben für Kinder gedacht &#8211; für Erwachsene recht einfach zu lösen ist, saßen meine Frau und ich eines Nachmittags mit rauchendem Kopf vor den leichten Rätseln und kamen nicht voran. Wollte der Esel jetzt den Apfel oder die Nüsse? Wollte das Pferd die Karotte oder die Pilze? Wie Schafsköpfe saßen wir vor den Kinderrätseln, die wir eine Stunde zuvor noch mit Leichtigkeit gelöst hatten. Wie konnte das sein?</p>
<p>Dieses Rätsel zu lösen fiel uns leicht, als wie bemerkten, dass wir seit dem Frühstück keine Mahlzeit mehr zu uns genommen hatten. Wir konnten uns schlichtweg nicht mehr konzentrieren, weil wir seit einer halben Ewigkeit nichts gegessen hatten. Dieses Vernachlässigen unseres Grundbedürfnisses nach Nahrung hatte schlichtweg unser Hirn temporär ausgeschaltet. Auch das spannendste Spielkonzept konnte uns in diesem Moment nicht fesseln, weil einfach ein grundlegenderes Bedürfnis unsere Konzentration auf andere Dinge lenkte.</p>
<p>Wieviele Schüler sitzen wohl täglich mit Hunger im Unterricht? (Und ich sehe schon, dass das Layout bei Umlauten in der Überschrift in die Knie geht&#8230; hrm&#8230;)</p>
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		<title>Kurzes Schuljahresresümee</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 08:36:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hokey</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Endlich! Das herausfordernste Schuljahr bisher liegt hinter mir mit einer Klassenleitung, dem ersten Abiturdurchgang und auch eigenen Projekten. Die Bilanz fällt mit kleinen Abstrichen positiv aus und was bleibt ist ein Arbeitszimmer, vollgepackt mit Zettelstapeln, Bücherstapeln und Materialansammlungen, das erst einmal aufgeräumt werden muss. Gerade bin ich dabei, meine Unterrichtseinheiten zu sortieren, Materialien zuzuordnen und <a href='http://www.kreidefressen.de/2010/07/17/kurzes-schuljahresresuemee/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich! Das herausfordernste Schuljahr bisher liegt hinter mir mit einer Klassenleitung, dem ersten Abiturdurchgang und auch eigenen Projekten. Die Bilanz fällt mit kleinen Abstrichen positiv aus und was bleibt ist ein Arbeitszimmer, vollgepackt mit Zettelstapeln, Bücherstapeln und Materialansammlungen, das erst einmal aufgeräumt werden muss.</p>
<p>Gerade bin ich dabei, meine Unterrichtseinheiten zu sortieren, Materialien zuzuordnen und Doppeltes und Unnötiges wegzuwerfen. Dabei fällt mir auf, dass die Unterrichtseinheiten, die ich noch zu Beginn des Halbjahres entwickelt habe, alle schön chronologisch sortiert, abgeheftet und ausführlich dargestellt sind. Das völlige Gegenteil dazu sind die Dokumentationen der Unterrichtseinheiten, die ich zum Ende des Schuljahres durchgeführt habe: Zettelsammlungen, teilweise handgekritzelt, unvollständig, lieblos. Das Kräfte- und Motivationspotential sinkt offensichtlich gegen Ende des Schuljahres.</p>
<p>Für das nächste Schuljahr habe ich mir fest vorgenommen, die Oberstufenkurse so konkret wie möglich vorzuplanen und alle bekannten Termine schon in den Ferien „wegzuplanen“. Das war ein Manko meines letzten Durchgangs. Verwenden werde ich dabei die Halbjahresplanung <a href="http://www.jochenenglish.de/?p=4467">Claudia Boergers</a>, die Jochen Englisch vor einiger Zeit in seinem Blog vorgestellt hat. Danke dafür von dieser Stelle &#8211; für organisatorische Tipps bin ich immer zu haben!</p>
<p>Denn vorausschauende Planung ist wirklich (noch) nicht meine Stärke. Weniger gut gelaufen ist auch das Planen der Wandertage, die durchaus angekommen sind und „erfolgreich“ waren, jedoch habe ich da alles „auf den letzten Drücker“ geplant, was entsprechend nervig ist. Fürs nächste Schuljahr habe ich mir dafür jetzt schon meine Ziele überlegt, habe Kollegen im Blick, die ich dafür ansprechen werde und versuche, die Ziele mit pädagogischen Zielen zu verbinden. Wobei ich allerdings finde, dass „einfach mal mit anderen Spaß im Freibad haben“ auch eine sinnvolle Beschäftigung ist.</p>
<p>Fürs Freibad ist es heute leider etwas zu kühl, aber das wird bestimmt noch! Jetzt ist ja endlich wieder Zeit dafür! <img src='http://www.kreidefressen.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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