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	<title>Kreide fressen &#187; Beruf Lehrer</title>
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	<description>Gedanken eines jungen Lehrers aus Bielefeld</description>
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		<title>My teacher is an app</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 11:32:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hokey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beruf Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Matthias Heil verlinkte gestern einen Artikel eines amerikanischen Lehrers, der mich sehr nachdenklich gemacht hat. In kürzester Kürze zusammengefasst lautet die These des Artikels: Wenn wir in unseren Arsch nicht hochkriegen und langsam etwas Sinnvolles mit den neuen Medien anstellen, dann werden wir rechts und links von der Realität überholt und liegengelassen &#8211; aus Ignoranz <a href='http://www.kreidefressen.de/2011/11/13/my-teacher-is-an-app/'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://matthiasheil.de/">Matthias Heil</a> verlinkte gestern <a title="My teacher is an app" href="http://willrichardson.com/post/12686013800/my-teacher-is-an-app">einen Artikel</a> eines amerikanischen Lehrers, der mich sehr nachdenklich gemacht hat. In kürzester Kürze zusammengefasst lautet die These des Artikels: Wenn wir in unseren Arsch nicht hochkriegen und langsam etwas Sinnvolles mit den neuen Medien anstellen, dann werden wir rechts und links von der Realität überholt und liegengelassen &#8211; aus Ignoranz und Geldmangel. „My teacher is an app“ lautet der Titel und Will Richardson beschreibt darin eine düstere Vision des Lernens mit neuen Medien, in der Lehrer mehr und mehr sowohl outgesourct als auch nahezu vollständig durch Computer ersetzt werden, und er beschreibt auch, wo das in den USA schon umgesetzt wird. Sein Fazit:</p>
<blockquote><p>Look, not for nothing, but if we don’t start writing and advocating for a very different vision of learning in real classrooms, one that is focused not just on doing the things we’ve been doing better but in ways that are truly reinvented, one that prepares kids to be innovators and designers and entrepreneurs and, most importantly, learners, we will quickly find ourselves competing at scale with cheaper, easier alternatives that won’t serve our kids as well.</p></blockquote>
<p>Bei allen Unterschieden, die das US-amerikanische und das deutsche Schulssystem haben mögen, sollten wir darüber ernsthaft nachdenken.</p>
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		<title>Monoedukation</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 10:38:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hokey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beruf Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim Lesen von Artikel wie diesem hier über das Thema Geschlechtertrennung im Unterricht wird mir ganz mulmig. Ich habe dann immer das Gefühl, dass unter der Oberfläche unserer sowieso schon deformiert-reformierten Bildungslandschaft ein kalter Kampf um die Koedukation brodelt, und mir böse Mächte bald entweder die Mädchen oder die Jungs aus meinen Klassen rauben möchten. <a href='http://www.kreidefressen.de/2011/09/23/monoedukation/'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Lesen von Artikel wie diesem hier über das Thema <a href="http://www.sueddeutsche.de/karriere/geschlechter-trennung-im-unterricht-gemischt-lernt-sichs-besser-1.1147753">Geschlechtertrennung im Unterricht</a> wird mir ganz mulmig. Ich habe dann immer das Gefühl, dass unter der Oberfläche unserer sowieso schon deformiert-reformierten Bildungslandschaft ein kalter Kampf um die Koedukation brodelt, und mir böse Mächte bald entweder die Mädchen oder die Jungs aus meinen Klassen rauben möchten. Das fände ich mehr als fatal.</p>
<p>Rückwärts gewandt seien die Vertreter der Monoedukation, so behaupten gerne diejenigen, die den gemischten Unterricht befürworten, aber das trifft nicht den Punkt. Im Gegenteil: So sehen sich die Monoedukanten eher dem Fortschritt verschrieben und führen eben nicht die alten und prüden Begründungen für die Geschlechtertrennung an. Sie gehen utilitaristisch an die Bildung ihrer Kinder heran und wollen den vermeintlich bestmöglichen Nutzen aus diesen herausschlagen, denn die Forderung nach einer Trennung der Geschlechter in den Schulen wird mit einem angeblich größeren Lernerfolg begründet. Schule wird so zur reinen Optimierungsanstalt, zur einer Institution, die das Optimale aus den Kindern herauswirtschaften muss, damit sie in Zukunft bestmögliche Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Nicht fürs Leben, für den Arbeitgeber lernen sie. Immer das Maximum, immer am Limit. Als Preis dafür mit Tunnelblick, mit Scheuklappen für das andere Geschlecht.</p>
<p>Wie schlimm muss die Angst vorm sozialen Abstieg in dieser Gesellschaft sein, wenn sogar die eigenen Kinder dem Paradigma der absoluten Leistungsmaximalität unterworfen und den Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht beraubt werden sollen?</p>
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		<title>Geburtstagsüberraschung</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jul 2011 16:07:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hokey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beruf Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[ichichich]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>

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		<description><![CDATA[Überraschungen dienen dazu, dem anderen zu zeigen, dass man ihn wertschätzt und auf seine Bedürfnisse achtet. Da komme ich heute in eine verdächtig nach Wunderkerzen müffelnde neunte Klasse und sehe eine Gruppe Schülerinnen um eine liebevoll gestaltete große Sahnetorte in Herzform geschart. Dahinter ein strahlendes Geburtstagskind. Zwei Tage zuvor Ähnliches in derselben Klasse: Ein Geburtstags-Schüler <a href='http://www.kreidefressen.de/2011/07/13/geburtstagsuberraschung/'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Überraschungen dienen dazu, dem anderen zu zeigen, dass man ihn wertschätzt und auf seine Bedürfnisse achtet. Da komme ich heute in eine verdächtig nach Wunderkerzen müffelnde neunte Klasse und sehe eine Gruppe Schülerinnen um eine liebevoll gestaltete große Sahnetorte in Herzform geschart. Dahinter ein strahlendes Geburtstagskind. Zwei Tage zuvor Ähnliches in derselben Klasse: Ein Geburtstags-Schüler packt sein vermutlich nicht minder liebevoll in Alu-Folie eingepacktes Geschenk aus: Zwei schmackhafte Bratwürste, dahinter ein dickes Grinsen des Geburtstagskindes. Man achtet aufeinander und das wirkt sich auch auf das Unterrichtsklima (nicht unbedingt auf die Leistungen) aus.</p>
<p>Zu schade, hatte heute meine letzte Stunde in (m)einer Lieblingsklasse.</p>
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		<title>Dahinüberlegt: Ein schulinternes „Curriculum“ für Referendare?</title>
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		<pubDate>Tue, 17 May 2011 19:54:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hokey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beruf Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexion]]></category>

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		<description><![CDATA[Betreue aktuell mal wieder eine Referendarin im ersten Quartal und dabei fällt mir auf, dass es mir immer wieder schwerfällt, „richtig“ mit Referendaren umzugehen. Nicht im zwischenmenschlichen Sinne. Natürlich nehme ich gerne Referendare mit und zeige meinen Unterricht und bin auch immer ganz glücklich, wenn jemand sich entscheidet, eine meiner Lerngruppen übernehmen zu wollen, aber <a href='http://www.kreidefressen.de/2011/05/17/dahinuberlegt-ein-schulinternes-%e2%80%9ecurriculum%e2%80%9c-fur-referendare/'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Betreue aktuell mal wieder eine Referendarin im ersten Quartal und dabei fällt mir auf, dass es mir immer wieder schwerfällt, „richtig“ mit Referendaren umzugehen. Nicht im zwischenmenschlichen Sinne. Natürlich nehme ich gerne Referendare mit und zeige meinen Unterricht und bin auch immer ganz glücklich, wenn jemand sich entscheidet, eine meiner Lerngruppen übernehmen zu wollen, aber irgendwie&#8230;</p>
<p>Ich sitze dann oft hinten in der Klasse und notiere mir Beobachtungen zum Unterricht. Wir reflektieren den Unterricht dann hinterher und ich teile ich den Referendaren dann in einer kurzen Nachbesprechung meinen Eindruck mit. Damit ist das Reflektieren aber nicht vorbei, denn dann kommt es bei mir zur Reflexion der Reflexion: Habe ich überhaupt auf das Richtige geachtet oder mich an Nebensächlichkeiten festgehalten? Bin ich überhaupt kompetent, Rückmeldungen zu geben, die den Referendaren dann bei ihren Unterrichtsbesuchen weiterhelfen? Hätte ich mich an bestimmten Stellen einmischen sollen? Ist es wichtiger, dass der Referendar aus einem Fehler lernt oder geht das zu sehr zu Lasten der Schüler?</p>
<p>Und aktuell überlege ich: Bräuchte man nicht ein Curriculum für Referendare &#8211; auch an den Ausbildungsschulen selber? In dem man z.B.  grob festlegt, dass man zunächst die Stundenplanung mit den Referendaren übt und zunächst auf das Erstellen von Reihen <em>verzichtet</em> und auch noch <em>kein</em> Material didaktisieren lässt, weil das ohne Unterrichtserfahrung eben noch sehr schwer ist. Das übt man dann eben im zweiten Quartal, oder dann, wenn das andere sicher läuft&#8230; hmm&#8230; das sind jetzt nur hingetippte Überlegungen, aber ich habe aktuell das Gefühl, das würde sowohl den Referendaren als auch den Ausbildungslehrern entgegenkommen. Mir würde es aktuell entgegenkommen und ich glaube, ich sollte so etwas wenigstens für mich privat einmal aufstellen.</p>
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		<title>Comenius-Projekt</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Mar 2011 15:45:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hokey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beruf Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Das erste Mal]]></category>

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		<description><![CDATA[Hui! Heute zum ersten Mal einen kompletten Tag auf Englisch „unterrichtet“, was mir doch zunächst ein wenig Sorgen gemacht hat, da ich das letzte Mal so viel Englisch irgendwann anno 1998 in meinem Englisch-GK sprechen musste. Und dann auch noch vor 67 Schülern, deren Begleitlehrern und heimischen Kollegen, die zum großen Teil auch Englischlehrer waren, <a href='http://www.kreidefressen.de/2011/03/24/comenius-projekt/'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hui! Heute zum ersten Mal einen kompletten Tag auf Englisch „unterrichtet“, was mir doch zunächst ein wenig Sorgen gemacht hat, da ich das letzte Mal so viel Englisch irgendwann anno 1998 in meinem Englisch-GK sprechen musste. Und dann auch noch vor 67 Schülern, deren Begleitlehrern und heimischen Kollegen, die zum großen Teil auch Englischlehrer waren, aber es hat alles gut geklappt und viel Spaß gemacht. Die Schüler haben tolle Ergebnisse zum Themenfeld „Migration“ erarbeitet und dank des guten Wetters wird das Projekt heute beim Grillen einen schönen Abschluss finden. Ich bereite jetzt allerdings meinen LK für morgen vor und falle dann lieber tot ins Bett&#8230;</p>
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		<title>Überraschungen</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Mar 2011 10:23:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hokey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beruf Lehrer]]></category>

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		<description><![CDATA[Habe letzte Woche zwei feine Überraschungen „bekommen“. Überraschung Nummer 1: Ich darf ab Montag übergangsweise nun einen Leistungskurs Deutsch übernehmen und „darf“ dafür meinen einzigen Geschichtskurs abgeben. Danke. Überraschung Nummer 2: Es steht für den LK gerade „Buddenbrooks“ auf dem Programm. Doppeldanke! Zum Glück habe ich den Roman schon gelesen, sonst würde ich jetzt nicht <a href='http://www.kreidefressen.de/2011/03/19/uberraschungen/'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Habe letzte Woche zwei feine Überraschungen „bekommen“. Überraschung Nummer 1: Ich darf ab Montag übergangsweise nun einen Leistungskurs Deutsch übernehmen und „darf“ dafür meinen einzigen Geschichtskurs abgeben. Danke. Überraschung Nummer 2: Es steht für den LK gerade „Buddenbrooks“ auf dem Programm. Doppeldanke!</p>
<p>Zum Glück habe ich den Roman schon gelesen, sonst würde ich jetzt nicht hier tippen, sondern ausgleichsweise Bäume fällen oder Steine brechen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Danke!</title>
		<link>http://www.kreidefressen.de/2011/03/15/danke/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 18:50:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hokey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beruf Lehrer]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich danke allen Kollegen, die dafür gesorgt haben, dass ich heute einen sooo tollen Grundkurs unterrichten darf!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich danke allen Kollegen, die dafür gesorgt haben, dass ich heute einen sooo tollen Grundkurs unterrichten darf!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wandertag auf der Eisbahn</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Jan 2011 17:08:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hokey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beruf Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[ichichich]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich erfinde noch dem schlüpfenden Stahl Seinen Tanz! Leichteres Schwungs fliegt er hin, Kreiset umher, schöner zu sehn. (Auszug aus: Der Eislauf, Klopstock, 1764) Auf der Eisbahn haben wir den letzten Wandertag verbracht und es hat sich wirklich gelohnt. In der Regel bin ich ja sehr vorsichtig, was möglicherweise „gefährliche“ Ziele bei Wandertagen angeht, aber <a href='http://www.kreidefressen.de/2011/01/28/wandertag-auf-der-eisbahn/'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ich erfinde noch dem schlüpfenden Stahl<br />
Seinen Tanz! Leichteres Schwungs fliegt er hin,<br />
Kreiset umher, schöner zu sehn.<br />
(Auszug aus: Der Eislauf, Klopstock, 1764)</em></p>
<p>Auf der Eisbahn haben wir den letzten Wandertag verbracht und es hat sich wirklich gelohnt. In der Regel bin ich ja sehr vorsichtig, was möglicherweise „gefährliche“ Ziele bei Wandertagen angeht, aber mittlerweile verliere ich doch die Scheu, zumal ich vor einigen Jahren regelmäßig auf Kufen gestanden habe. Nun, so elegant wie der Läufer in Klopstocks Gedicht bin ich auf dem Wandertag nicht über das Eis getänzelt, aber dafür, dass ich mindestens 13 Jahre nicht mehr eisgelaufen bin, habe ich eine recht ordentliche Figur gemacht. Vorsichtige Schätzungen waren von fünfmal „Maulen“ (Bielefelder Jugendjargon für „aufs Maul legen“) ausgegangen, letztlich habe ich mich die ganze Zeit sehr passabel aufrecht halten können.</p>
<p style="text-align: left;">Die Sechstklässler hatten, egal ob gewohnte Eisläufer oder Erstversucher, nahezu gar keine Probleme mit den Schlittschuhen. Es ist immer wieder verblüffend, wie leicht Kinder ihren Körper beherrschen &#8211; ich kann dieses ganze Gejammere über die fette, unsportliche Jugend nicht mehr hören. Selbst die, die noch nie eisgelaufen sind, flitzten nach einer Stunde übers Eis, als hätten sie nie etwas anderes gemacht.</p>
<div id="attachment_1013" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.kreidefressen.de/wp-content/uploads/2011/01/eislauf.jpg"><img class="size-medium wp-image-1013 " title="Eislauf" src="http://www.kreidefressen.de/wp-content/uploads/2011/01/eislauf-300x225.jpg" alt="Eisbahn" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Eisbahn</p></div>
<p style="text-align: center;">&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Plädoyer für gute Hefte</title>
		<link>http://www.kreidefressen.de/2011/01/15/plaedoyer-fuer-ein-gute-hefte/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 Jan 2011 16:21:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hokey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beruf Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Material]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>

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		<description><![CDATA[Sitze gerade über Korrekturen. Und habe dabei meine Mutter im Ohr, die sich während meiner Schulzeit darüber ärgerte, dass an einem Gymnasium für Klassenarbeiten die teureren schwarzen Hefte mit der roten Falz angeschafft werden mussten. Ja, sie waren teurer, aber wenn ich mir gerade anschaue, wie rot die Hefte wirken, wenn ich auf nahezu durchsichtigem <a href='http://www.kreidefressen.de/2011/01/15/plaedoyer-fuer-ein-gute-hefte/'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kreidefressen.de/wp-content/uploads/2011/01/Heft-und-Füller-e1295631382817.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-953" title="Heft und Füller" src="http://www.kreidefressen.de/wp-content/uploads/2011/01/Heft-und-Füller-e1295631395845-150x112.jpg" alt="" width="150" height="112" /></a>Sitze gerade über Korrekturen. Und habe dabei meine Mutter im Ohr, die sich während meiner Schulzeit darüber ärgerte, dass an einem Gymnasium für Klassenarbeiten die teureren schwarzen Hefte mit der roten Falz angeschafft werden mussten. Ja, sie waren teurer, aber wenn ich mir gerade anschaue, wie rot die Hefte wirken, wenn ich auf nahezu durchsichtigem Papier korrigiere und mein Rotstift von hinten durchscheint, dann ist das Geld vielleicht gar nicht schlecht angelegt. Und mehr Freude bereitet das Schreiben auf gutem Papier auch, wenn man nicht permanent gegen das zuvor Geschriebene anschreiben muss. Das Gleiche gilt für Stifte. Während ich als Klassenlehrer der Klasse 5 noch recht „stiftetolerant“ war, habe ich mittlerweile festgestellt, dass schlechte Stifte den Schülern das Schreiben unglaublich mühselig machen. Dafür sollte man dann doch noch irgendwo ein paar Euro übrig haben &#8211; immerhin ist ein Füller das tägliche Arbeitswerkzeug der Kinder schlechthin. Und dafür sollte man einen qualitativ angemessenen Füller finden. Oder habt ihr schon mal professionelle Handwerker mit Werkzeugen aus dem Aldi-Angebot gesehen?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Die bunte Mischung</title>
		<link>http://www.kreidefressen.de/2010/12/28/die-bunte-mischung/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Dec 2010 15:06:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hokey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beruf Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Diskurs]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Schöne an den Weihnachtsferien ist, dass man so von der Familie eingenommen wird, dass man &#8211; ungeachtet der Klausurenstapel -  keine Gelegenheit hat, an Schule zu denken. Das hat was, das gelingt mir in keinen anderen Ferien so gut und vollständig. Und nicht nur ich gebe mich dem faulen Weihnachtstaumel hin, auch die Publizisten <a href='http://www.kreidefressen.de/2010/12/28/die-bunte-mischung/'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Schöne an den Weihnachtsferien ist, dass man so von der Familie eingenommen wird, dass man &#8211; ungeachtet der Klausurenstapel -  keine Gelegenheit hat, an Schule zu denken. Das hat was, das gelingt mir in keinen anderen Ferien so gut und vollständig. Und nicht nur ich gebe mich dem faulen Weihnachtstaumel hin, auch die Publizisten frönen sentimentalen Erinnerungen an ihre Schulzeit. Schon seit etwa einer Woche verlinkt wird Charlotte Haunhorst auf jetzt.de mit ihrem Artikel „<a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/516359">Sie haben uns völlig falsch aufs Studium vorbereitet</a>“, die ihre vor drei Jahren beendete Schulzeit reflektiert und feststellt, dass in der Schule mehr Transfer gefordert war als beim Bulimie-Lernen in der Uni.</p>
<p>Etwas aktueller ist der schöne, achseitige Artikel bei Zeit.de. „<a href="http://www.zeit.de/2010/52/DOS-Schule?page=1">Wir müssen die Welt retten</a>“ lautet der Titel und der Autor erzählt mit ruhiger Stimme von einem „Schulbesuch“ seiner alten Schule, die nun, dreißig Jahre nach seinem Abitur, abgerissen wird. Im Zentrum steht jedoch nicht das Schulgebäude, sondern die alten Lehrer, die Sußebach besucht. Denn er gleicht die Bilder, die der junge Schüler hatte, mit denen, die der reife Mann von heute hat, ab und erkennt rückblickend:</p>
<blockquote><p>Hier war so viel guter Wille. So viel Herzblut. So viel Kraft und so  viel Kräfteverschleiß. Es gab ein Kollegium in einer bunten Mischung,  wie sie heute selten ist. Es gab Verlierer, ausgerechnet unter den  enthusiastischen Lehrern, die so viel von sich und uns erwartet haben. (Zeit.de)</p></blockquote>
<p>Das Projekt Weltrettung ist unter Verlusten erfolgreich gescheitert. Aufschlussreich, wie immer, die Kommentare. Manche Kommentatoren scheinen der Idee anzuhängen, es gebe den „richtigen“ Lehrer, man müsste ihn nur finden, ausbilden, duplizieren und dann wäre&#8230; ja&#8230; dann hätten wir einen Weltenretter, der all die Gescheiterten vor ihm ersetzen könnte. Gestern und heute aber war und ist alles großer Mist. Die „Ideologien“ seien schuld, politische Strömungen verantwortlich, die „Linken“ und „die Konservativen“ hätten gleichermaßen <a href="http://www.zeit.de/2010/52/DOS-Schule?commentstart=1#cid-1049146">versagt</a>, die heutigen Lehrer seien <a href="http://www.zeit.de/2010/52/DOS-Schule?commentstart=9#cid-1049523">unterqualifiziert</a> oder gar durch und durch allesamt <a href="http://www.zeit.de/2010/52/DOS-Schule?commentstart=1#cid-1049286">schizophren</a>.</p>
<p>Was sie alle, die Lehrer in Sußebachs Text und die Kommentatoren, auf ihrer Suche nach dem Weltenretter übersehen, ist: die Vielfalt. Wir werden den einen Lehrer niemals finden, kein Sokrates wird uns retten, kein Rousseau uns erlösen. Kein Michelangelo wird unsere Kinder aus grobem Stein fein herausmeißeln und kein noch so geschickter Gärtner ihnen die wilden Triebe stutzen. Denn wir brauchen sie alle: Die Steinmetze und die Gärtner, die Folienaufleger und die Internetversessenen, die Feingliedrigen und die Grobschlächtigen, die Langweiligen und die Ausgeflippten; solange sie den Kindern nutzen, Reibungsfläche bieten, Interesse wecken, Widerstand hervorrufen, Lehrreiches bieten. Nicht wäre langweiliger als drei Dutzend geklonte Lehrer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Unser_Lehrer_Doktor_Specht">Dr. Spechts</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dangerous_Minds_%E2%80%93_Wilde_Gedanken">Ms. Johnsons</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Club_der_toten_Dichter">Mister Keatings</a> in den Schulen hocken zu haben.</p>
<p>Sußebach gibt in seinem Fazit die Antwort. Die bunte Mischung ist ausschlaggebend und darum kann er auch Gewinner ausmachen:</p>
<blockquote><p>Und es gab Gewinner, vor allem unter uns Schülern, die von all den  Linken und Rechten, den Besorgten und Unbesorgten vorn an der Tafel mehr  fürs Leben gelernt haben, als das unter einem grauen Heer  gleichgültiger Lehrer der Fall gewesen wäre. (ebd.)</p></blockquote>
<p>Es ist tröstlich, dass ehemalige Schüler aus unterschiedlichen Generationen so offen den Nutzen ihrer Schulen beschreiben. Und ein schöner publizistischer Jahresabschluss. Ich wünsche allen Lesern schon einmal im Voraus ein frohes neues Jahr!</p>
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