Ein bisschen Schwund ist immer…

… sagt der Volksmund und ich habe mich als Klassenlehrer gut darauf eingestellt. Dachte ich zumindest. Ich hatte wirklich geglaubt, eine Hunderter-Schachtel dieser kleinen Heftzwecken würde ausreichen, um zumindest ein Halbjahr gut über die Runden zu kommen. Die Rechnung ging wohl auf, nur leider anders als gedacht.

Es gibt zwei Sorten Heftzwecken: Die guten und die schlechten. Letztere haben einen platten Kopf, lassen sich somit bis zum Anschlag in Pinnwände treiben und sorgen so schnell für schmerzende und kaputte Fingernägel. Außerdem dauert es länger, die schlechten Heftzwecken herauszuprokeln und man macht sich ganz nebenbei auch ziemlich lächerlich, wenn man drei Minuten an einer Heftzwecke herumwerkelt.

Darum habe ich für die Pinnwand meiner Klasse extra die guten Heftzwecken besorgt, nämlich eine solche wie auf dem Bild zu sehen. Diese Sorte kann man leicht anheften und wieder abnehmen, sie liegen gut zwischen Daumen und Mittelfinger und es dauert geschätze 0,5 Sekunden sie aus einer Pinnwand herauszuziehen. Sie kosten nicht die Welt und erleichtern mir das Leben an Pinnwänden ungemein.

Als ich nun am Halbjahresende meine Pinnwand inspiziere und eine laminierte Urkunde anheften will, stelle ich fest, dass nur noch eine etwa einstellige Anzahl an guten Heftzwecken in meiner Pinnwand stecken und dafür etwa fünfzig schlechte Plattkopfpinne die Wand „beglücken“! Mal ehrlich, liebe Kollegen, Schüler, Reinigungskräfte und wer sonst noch sich in meiner Klasse herumtreibt: Man kann die guten Heftzwecken meistens genau da kaufen, wo es auch die schlechten gibt. Kosten vielleicht ein paar Cent mehr, aber Ihr erspart eurem Kollegen kaputte Fingernägel.

4 Gedanken zu „Ein bisschen Schwund ist immer…

  1. oja. heftzwecken oder auch reißzwecken verdunsten immer. trotzdem ich an meiner schule bisher nur mit den ollen zwecken in kontakt gekommen bin.
    ich habe diesen ort hier gerade erst entdeckt und sehe mich mit freude ein wenig um. viele grüße von einer angehenden lehrerin

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