Plädoyer für gute Hefte

Sitze gerade über Korrekturen. Und habe dabei meine Mutter im Ohr, die sich während meiner Schulzeit darüber ärgerte, dass an einem Gymnasium für Klassenarbeiten die teureren schwarzen Hefte mit der roten Falz angeschafft werden mussten. Ja, sie waren teurer, aber wenn ich mir gerade anschaue, wie rot die Hefte wirken, wenn ich auf nahezu durchsichtigem Papier korrigiere und mein Rotstift von hinten durchscheint, dann ist das Geld vielleicht gar nicht schlecht angelegt. Und mehr Freude bereitet das Schreiben auf gutem Papier auch, wenn man nicht permanent gegen das zuvor Geschriebene anschreiben muss. Das Gleiche gilt für Stifte. Während ich als Klassenlehrer der Klasse 5 noch recht „stiftetolerant“ war, habe ich mittlerweile festgestellt, dass schlechte Stifte den Schülern das Schreiben unglaublich mühselig machen. Dafür sollte man dann doch noch irgendwo ein paar Euro übrig haben – immerhin ist ein Füller das tägliche Arbeitswerkzeug der Kinder schlechthin. Und dafür sollte man einen qualitativ angemessenen Füller finden. Oder habt ihr schon mal professionelle Handwerker mit Werkzeugen aus dem Aldi-Angebot gesehen?

4 Gedanken zu „Plädoyer für gute Hefte

  1. Absolut richtig, finde es gut, wenn man auch (natürlich nicht nur) auf die Form achtet. Es ist Ausdruck von Wertschätzung dem eigenen Schreiben gegenüber. Ich lasse mit Füller auf Klausurbögen schreiben (hauptsächlich wegen des Gewichts der Klassensätze). Es gelten recht strenge Regeln, wo das Datum zu stehen hat usw. Die Schüler schreiben auch nur in jede zweite Zeile, das macht alles viel ästhetischer und gibt auch mehr Platz für Korrekturen/Anmerkungen.

  2. Hm. Ein Tacker ist mir zu brachial. 😉
    Ich habe mir letztens für sehr kleines Geld 2000 Heftklammern besorgt, mit denen ich der Zettel – „dank“ vergessener Arbeitshefte – Herr werde. Mit denen geht das auch, aber leider immer erst nach der Korrektur durch mich.

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