Gruppen in die Zukunft beamen

Christians „Back from the future“-Methode irgendwann einmal ausprobieren. Soll der Atmosphäre in Gruppen dienlich sein. Vielleicht wäre das auch etwas für schwierige Klassen, auch wenn es mit 33 Unterstufenschülern vielleicht nicht ganz so einfach ist…

6 Gedanken zu „Gruppen in die Zukunft beamen

  1. Hallöchen ! Als frischer Referendar (u.a. auch für Geschichte) bin ich auf diesen Blog gestoßen und muss sagen: gefällt mir gut, komme jetzt öfter 🙂 .

    Zum Post: die Methode klingt gut, aber ist wohl (auf den ersten Blick)

    a) eher für kleine Gruppen
    b) für die reflektierteren Unterstufenschüler

    geeignet – daher: Erfahrungsberichte wären schön !

    Grüße

  2. Hallo! Dann wünsche ich Dir alles Gute für Dein Referendariat und auf neue Gäste freue ich mich natürlich immer!

    Ich könnte mir das obige Konzept auch im größeren Rahmen vorstellen oder mit mehreren kleinen Gruppen. Vielleicht hilft es, wenn man mit einem schwierigen Klassenklima zu kämpfen hat?

    Zutrauen würde ich das generell allen Schülern. Zukunftsvorstellungen entwicklen und Wege, die dahin führen zu entwerfen – das müssen früher oder später alle Schüler können.

  3. > Zukunftsvorstellungen entwicklen und Wege, die dahin führen zu entwerfen – das müssen früher oder später alle Schüler können. <

    Ja! Unbedingt! Da wäre aber zunächst eher die Methode des Envisionings angesagt, nämlich z.B. die Frage: Wie, wer, wo möchte ich in … Jahren sein? (Mit meinen Geschichtskenntnissen oder mit der Geschichtsnote oder mit meinem Abiturschnitt, meinem Leben o.ä.) Denn die Methode des Lösungszeitsprungs, die Christian beschreibt, ist ja was anderes: Wie würde ich in 10 Jahren über das, was ich heute gemacht habe denken? – Das setzt schon ein gewisses Maß an historischem Denken und praktische historische Kompetenz voraus! Nämlich: Aus der heute visionierten Zukunft die Gegenwart betrachten, natürlich mit den Wünschen der Gegenwart … Im Grunde ist es einfach ein gutes Instrument, einen Beobachterstandpunkt auf die eigenen Wünsche einzunehmen, der immer eine gewisse Distanz erfordert. Es ist dann leichter, sich die eigenen Wünsche bewusst zu machen. Hier sind es jedoch die Wünsche der Gegenwart für das Handlungsfeld der Gegenwart, die dadurch abgefragt werden. Beim Envisioning (kommt z.B. in der Zukunftswerkstatt vor) werden die Wünsche bezüglich der Zukunft thematisiert und davon das sinnvolle Handeln in der Gegenwart abgeleitet. (z.B. die nächsten Ziele, Schritte und To-do-Lists). Das ist, woran Du gedacht hast.

  4. @ Fontanefan: Danke für die Wissensarbeit fürs ZUM-Wiki! Haben wir eigentlich eine Ahnung, wieviele Lehrer das Wiki für sich nutzen?

    Ich finde für Geschichtslehrer gut, sich klar zu machen, wie nötig für Schüler der eigene (Wunsch-)Blick auf die Zukunft ist, um überhaupt verstehen zu können, welchen Sinn die Beschäftigung mit Vergangenheit macht. Traditionell wird ja Geschichtsunterricht nur verstanden als Vorgeschichte der Gegenwart. Vollständig und für historisches Denken Voraussetzung ist der Geschichtsunterricht m.E. aber nur, wenn er gleichzeitig auch Politikunterricht wird, indem er die Gegenwart als Vorgeschichte der Zukunft in den Blick nimmt. Oder anders: Geschichtsbewusstsein ist die Fähigkeit, die Vergangenheit aus den Erfordernissen der Gegenwart mit Blick auf die Zukunft deuten zu können.

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