Die Folienplage

Folien sind eine prima Sache, so man denn einen OHP in greifbarer Nähe hat und sich nicht zu schade ist, das Dingen ein paar Meter durch die Schule zu rollen (immerhin!). Texte können, zwecks öffentlicher Musterbearbeitung, auf Folie gebannt werden, Karikaturen und Karten finden dank Folie bunterweise ihren Weg in den Unterricht und Schüler können Ergebnisse von Gruppenarbeiten per Folienstift einfach und unkompliziert präsentieren, ohne dass meterweise Plakate geklebt und geheftet werden müssen.

Doch wo ein Segen, da ist auch der Fluch nicht weit: Für nahezu jede dieser Gelegenheiten braucht man eine andere, spezielle Sorte Folie und auf keinen Fall die von mir persönlich erstandene.

Der Kopierer zum Beispiel nimmt nur bestimmte, erlesene und vom Hersteller empfohlene Foliensorten; den jämmerliche Rest lässt das ignorante Gerät einfach schmelzen, was unweigerlich den geballten Ärger des Kollegiums nach sich ziehen muss. Genehme Kopierfolien kann man aber günstig bei einem Kollegen erstehen. Kein Problem, kaufen, glücklich sein, denkste.

Denn sitzt man dann mit seinem Vorrat kopiertauglicher Folien zu Hause, findet dort die ultimative Karikatur in Farbe und möchte diese am Tintenstrahldrucker direkt auf eines der durchsichtigen Blättchen ausgeben, so fällt das Ergebnis ernüchternd aus: Dass die Tinte nicht schon im Drucker von der Folie fließt, ist das Einzige, was positiv zu vermelden bleibt. Was zum vollkommenen Glück fehlt, ist also noch druckertaugliche Folie. Beim Gang in den nächsten Schreibwarenladen ist der Herzinfarkt allerdings vorprogrammiert: Lediglich zwanzig dieser Druckerfolien kosten (ich hab’s nicht mehr exakt im Kopf) knappe und schlappe achtzehn Euro (siehe bspw. hier)!

Ich bin also bald stolzer Besitzer dreierlei Sorte Folie: kopieruntauglicher, kopiertauglicher und druckertauglicher Folie… und warte sehnsüchtig auf den Tag, an dem Beamer erschwinglich werden und ich die meisten Folien durch einen USB-Stick ersetzen kann.

5 Gedanken zu „Die Folienplage

  1. Da muss man wohl durch. Ich kann mich auch noch an Folienschmelze erinnern und an den Drucker. Wenn du jetzt glaubst, du könntest auch noch bunte Folien drucken… dafür braucht es dann wieder anderes Material. 🙂

  2. Und ich sage Dir: Beamerlampen sind mindestens genauso oft kaputt wie OHP-Lampen. Dein USB-Stick führt beim schulischen Equipment zum Bluescreen. Der Rechner funktioniert manchmal nicht, weil der Server abgestürzt ist, PowerPoint-Präsentationen finden die eingebundenen Grafiken nicht mehr, weil absolute statt relativer Pfade gespeichert wurden, und die PDF-Datei, die Du extra erstellt hast, kann plötzlich in der Schule nicht geöffnet werden (Fortsetzung folgt).

  3. Geschmolzen habe ich zum Glück noch nichts. Ich wurde nur davor gewarnt. 😉

    In einem Uni-Praktikum hatte ich einmal das Problem, eine selbsterstellte DVD zum Laufen zu bekommen, da der DVD-Player keine gebrannten DVDs annahm. Daraufhin versuchten wir, das Video direkt vom Notebook aus per Beamer in einem Computerraum auf eine Wand zu übertragen, was die Firewall nicht guthieß. Am Ende haben wir’s dann am Notebook geguckt…

    Die zuhörenden ITler dürfen die Anregungen übrigens gerne aufnehmen und zwecks Qualitätsoptimierung nach oben weitergeben. 😉

  4. hm, ich hab zwei Sorten Folien, welche für den Kopierer und welche für meinen Inkjetdrucker. Die für den Drucker gehen sowohl für schwarz/weiß als auch für bunt und ich bin äußerst zufrieden mit der Qualität der Ausdrucke (und meine Schüler beeindruckt ob der farbenfrohen Folien).
    Meistens gibt es in den Schulen einen Lehrer, der Sammelbestellungen bei einem Hersteller macht und man so recht günstig wegkommt.
    Ansonsten gibts die auch weitaus billiger als dein Beispiel bei Ebay bzw. bei diversen Online-Büroläden, 50 Stk. Folien für Inkjet kosten da 14-18 Euro.
    Meine sind von Connect (KF26074 für Inkjet, KF26066 für Kopierer)
    Gruß, Damaris

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.