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	<title>Kommentare zu: Das institutionalisierte &#8220;Du&#8221;</title>
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	<description>Gedanken eines jungen Lehrers aus Bielefeld</description>
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		<title>Von: Lisa Rosa</title>
		<link>http://www.kreidefressen.de/2007/02/26/das-institutionalisierte-du/comment-page-1/#comment-175</link>
		<dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Feb 2007 17:22:17 +0000</pubDate>
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		<description>Mein Fazit: Das Sie ist notwendig, wo Distanz nötig ist - z.B. in hierarchischen Verhältnissen, denn da schützen sie einigermaßen vor Grenzüberschreitung und sichern ein Minimum an Respekt für den Untergebenen. Ich finde es auch gräßlich, wenn ich jemanden duzen muß, der mir Anordnungen erteilt (vor allem, wenn er nicht unbedingt mehr Grips hat, sondern nur mehr Karriere.) Da habe ich auch Erfahrung mit dem Schüler-Lehrer-Verhältnis gemacht. In den 70er Jahren wurde abgeschafft, die Schüler ab der 11. zu siezen. Das war aber etwas ganz wichtiges, fast wie eine Initiation für die Schüler: Endlich wurden sie mit Respekt behandelt, als vollgültige Menschen mit Selbstverantwortung. 
In meinem Institut gibt es eine Einrichtung: das &quot;Arbeits-Du&quot;. Wenn ich mit Vorgesetzten in einer gemeinsamen Fortbildung sitze, kommt mit dem situationsbegrenzten Duzen tatsächlich ein besseres Teamgefühl zustande. Aber danach, da sieze ich wieder und lasse mich siezen, denn da sind wieder die Auftrags-Ausführungs-Verhältnisse des normalen Arbeitsalltags. Diese Unterscheidung - je nach Arbeitszusammenhang - ist vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber unbedingt 
funktional.
Es gibt auch interessante Effekte in der Duz-Siez-Frage im Schüler-Lehrer-Verhältnis. In den 70er Jahren wurde abgeschafft, die Schüler ab der 11. zu siezen. Das Siezen ab 11 war aber etwas ganz Wichtiges gewesen, fast wie eine Initiation für die Schüler: Endlich wurden sie mit Respekt behandelt, als vollgültige Menschen mit Selbstverantwortung. Ich hatte zuletzt einen Oberstufenkurs, die waren nach einer Debatte über dieses Thema alle dafür, daß ich sie sieze. Und peu a peu fingen plötzlich einzelne Schüler an, mich zu duzen. Das war dann, weil sie mich mochten und weil ihnen zu viel Distanz war. Dann habe ich sie natürlich auch geduzt. Es war dann sehr gemischt und individuell und etwas schrill vielleicht. Aber es entsprach offenbar den verschiedenen Schülerbedürfnissen. Daß es nicht einheitlich war, hat die Gruppe nicht gestört.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Fazit: Das Sie ist notwendig, wo Distanz nötig ist &#8211; z.B. in hierarchischen Verhältnissen, denn da schützen sie einigermaßen vor Grenzüberschreitung und sichern ein Minimum an Respekt für den Untergebenen. Ich finde es auch gräßlich, wenn ich jemanden duzen muß, der mir Anordnungen erteilt (vor allem, wenn er nicht unbedingt mehr Grips hat, sondern nur mehr Karriere.) Da habe ich auch Erfahrung mit dem Schüler-Lehrer-Verhältnis gemacht. In den 70er Jahren wurde abgeschafft, die Schüler ab der 11. zu siezen. Das war aber etwas ganz wichtiges, fast wie eine Initiation für die Schüler: Endlich wurden sie mit Respekt behandelt, als vollgültige Menschen mit Selbstverantwortung.<br />
In meinem Institut gibt es eine Einrichtung: das &#8220;Arbeits-Du&#8221;. Wenn ich mit Vorgesetzten in einer gemeinsamen Fortbildung sitze, kommt mit dem situationsbegrenzten Duzen tatsächlich ein besseres Teamgefühl zustande. Aber danach, da sieze ich wieder und lasse mich siezen, denn da sind wieder die Auftrags-Ausführungs-Verhältnisse des normalen Arbeitsalltags. Diese Unterscheidung &#8211; je nach Arbeitszusammenhang &#8211; ist vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber unbedingt<br />
funktional.<br />
Es gibt auch interessante Effekte in der Duz-Siez-Frage im Schüler-Lehrer-Verhältnis. In den 70er Jahren wurde abgeschafft, die Schüler ab der 11. zu siezen. Das Siezen ab 11 war aber etwas ganz Wichtiges gewesen, fast wie eine Initiation für die Schüler: Endlich wurden sie mit Respekt behandelt, als vollgültige Menschen mit Selbstverantwortung. Ich hatte zuletzt einen Oberstufenkurs, die waren nach einer Debatte über dieses Thema alle dafür, daß ich sie sieze. Und peu a peu fingen plötzlich einzelne Schüler an, mich zu duzen. Das war dann, weil sie mich mochten und weil ihnen zu viel Distanz war. Dann habe ich sie natürlich auch geduzt. Es war dann sehr gemischt und individuell und etwas schrill vielleicht. Aber es entsprach offenbar den verschiedenen Schülerbedürfnissen. Daß es nicht einheitlich war, hat die Gruppe nicht gestört.</p>
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		<title>Von: Hokey</title>
		<link>http://www.kreidefressen.de/2007/02/26/das-institutionalisierte-du/comment-page-1/#comment-172</link>
		<dc:creator>Hokey</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Feb 2007 14:12:45 +0000</pubDate>
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		<description>Es kommt immer ganz drauf an. In Blogs und im Internet duze ich eigentlich auch meistens, es sei denn, ich werde gesiezt oder der Gegenüber heißt &lt;u&gt;Herr&lt;/u&gt; Rau. ;-)

Bei mir übergeordneten Personen bevorzuge ich aber generell das &quot;Sie&quot;, besonders, wenn ich sie erst seit kurzem kenne. Im Kollegium finde ich das gar nicht soo dramatisch, aber an der heute besuchten Schule duzen auch die Schüler ihre Lehrer. Das hätte mir als Schüler nicht geschmeckt und schmeckt mir auch als Referendar gegenüber Ausbildern nicht. Da, wo Hierarchien bestehen, sollte man sie nicht durch mißverständlichen (pseudopädagogischen?) Sprachgebrauch zu kaschieren versuchen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es kommt immer ganz drauf an. In Blogs und im Internet duze ich eigentlich auch meistens, es sei denn, ich werde gesiezt oder der Gegenüber heißt <u>Herr</u> Rau. <img src='http://www.kreidefressen.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Bei mir übergeordneten Personen bevorzuge ich aber generell das &#8220;Sie&#8221;, besonders, wenn ich sie erst seit kurzem kenne. Im Kollegium finde ich das gar nicht soo dramatisch, aber an der heute besuchten Schule duzen auch die Schüler ihre Lehrer. Das hätte mir als Schüler nicht geschmeckt und schmeckt mir auch als Referendar gegenüber Ausbildern nicht. Da, wo Hierarchien bestehen, sollte man sie nicht durch mißverständlichen (pseudopädagogischen?) Sprachgebrauch zu kaschieren versuchen.</p>
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		<title>Von: Marcus</title>
		<link>http://www.kreidefressen.de/2007/02/26/das-institutionalisierte-du/comment-page-1/#comment-170</link>
		<dc:creator>Marcus</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Feb 2007 12:01:49 +0000</pubDate>
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		<description>An unserer Realschule duzen sich alle bis einschließlich zum Konrektor. Auch Referendare werden bereits in den ersten Tagen zum Du genötigt, manchmal sogar Praktikanten.

Mir persönlich wäre das Siezen auch lieber. Wenn es denn unbedingt sein muss, könnte ich mich auch mit der Kombination aus Vornamen und &quot;Sie&quot; anfreunden.

Interessanter Weise habe ich mir die Frage nach der Anrede bei Eröffnung meines Weblogs gestellt. Angesichts der Tatsache, dass Ihr/Dein :-) Beitrag und die bisherigen Kommentare das &quot;Sie&quot; bevorzugen, ist es bemerkenswert, dass in nahezu allen Lehrerblogs geduzt wird. Ein Widerspruch?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>An unserer Realschule duzen sich alle bis einschließlich zum Konrektor. Auch Referendare werden bereits in den ersten Tagen zum Du genötigt, manchmal sogar Praktikanten.</p>
<p>Mir persönlich wäre das Siezen auch lieber. Wenn es denn unbedingt sein muss, könnte ich mich auch mit der Kombination aus Vornamen und &#8220;Sie&#8221; anfreunden.</p>
<p>Interessanter Weise habe ich mir die Frage nach der Anrede bei Eröffnung meines Weblogs gestellt. Angesichts der Tatsache, dass Ihr/Dein <img src='http://www.kreidefressen.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Beitrag und die bisherigen Kommentare das &#8220;Sie&#8221; bevorzugen, ist es bemerkenswert, dass in nahezu allen Lehrerblogs geduzt wird. Ein Widerspruch?</p>
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		<title>Von: Herr Rau</title>
		<link>http://www.kreidefressen.de/2007/02/26/das-institutionalisierte-du/comment-page-1/#comment-167</link>
		<dc:creator>Herr Rau</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Feb 2007 21:28:28 +0000</pubDate>
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		<description>Bei uns im Kollegium (Gymnasium) wird von den meisten Kollegen - vor allem den Älteren - gnadenlos geduzt. Ausnahme: Schulleitung. Ich fände Siezen auch etwas schöner, weil nuancenreicher, aber sehr wichtig ist mir die Sache auch wieder nicht. Duzende Ausbilder fände ich allerdings auch gar nicht gut.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bei uns im Kollegium (Gymnasium) wird von den meisten Kollegen &#8211; vor allem den Älteren &#8211; gnadenlos geduzt. Ausnahme: Schulleitung. Ich fände Siezen auch etwas schöner, weil nuancenreicher, aber sehr wichtig ist mir die Sache auch wieder nicht. Duzende Ausbilder fände ich allerdings auch gar nicht gut.</p>
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		<title>Von: Wolfgang Romey</title>
		<link>http://www.kreidefressen.de/2007/02/26/das-institutionalisierte-du/comment-page-1/#comment-166</link>
		<dc:creator>Wolfgang Romey</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Feb 2007 21:12:37 +0000</pubDate>
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		<description>Das kann ich sehr gut nachvollziehen. 
Die falsche Steigerung, die Ihnen hoffentlich erspart bleibt, ist da Du der Seminarausbilder.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das kann ich sehr gut nachvollziehen.<br />
Die falsche Steigerung, die Ihnen hoffentlich erspart bleibt, ist da Du der Seminarausbilder.</p>
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